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Wie berechnet man die Zinsen für eine Entgeltforderung im Mahnantrag gegenüber einem Nicht-Verbraucher?

Verzugszinsen sind keine Strafe, sondern eine gesetzliche Schadensersatz-Pauschale — und ihre Berechnung folgt einer festen Formel aus dem BGB.
So gehst du vor
Im Betrieb passiert das oft so: ein Geschäftskunde deines Betriebs hat eine Rechnung von 5.000 € seit 60 Tagen nicht bezahlt. Jetzt soll ein Mahnantrag gestellt werden, und da gehören die Verzugszinsen natürlich dazu!
Die Zinsformel Z = K * p * t / 36.000 ist super praktisch. Die 36.000 im Nenner kommen daher, dass wir mit dem kaufmännischen Jahr (360 Tage) und dem Zinssatz als Prozentzahl (also mal 100) rechnen. So musst du den Zinssatz nicht erst in eine Dezimalzahl umwandeln.
📋 Gegeben
🎯 Gesucht
Höhe der Verzugszinsen
📐 Formel
✖️ Eingesetzt
Was bedeutet das?
Die 105,17 € sind die Zinsen, die dein Betrieb für die 60 Tage Verzug zusätzlich zu den 5.000 € fordern kann. Das ist ein wichtiger Ausgleich für den entstandenen Schaden durch die verspätete Zahlung.
Prüfungstipp
Ganz wichtig für die IHK-Prüfung: Bei Zinsberechnungen immer das kaufmännische Jahr mit 360 Tagen verwenden und den Zinssatz 'p' als Prozentzahl (z.B. 12,62) einsetzen, wenn durch 36.000 geteilt wird!
Merke
BZS + 9 = Dein Zinssatz für Nicht-Verbraucher!
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist, den Zinssatz 'p' als Dezimalzahl (z.B. 0,1262) einzusetzen und dann trotzdem durch 36.000 zu teilen. Dann kommt ein viel zu kleines Ergebnis raus! Merke: p als Prozentzahl (12,62) und durch 36.000 teilen.
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