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EVKOLA

Lernmodul

Bestellmengen

Wirtschaftliche Bestellmengen berechnen.

Produziert
Kaufmann / Kauffrau für BüromanagementLernfeld 4: Sachgüter und Dienstleistungen beschaffen und Verträge schließen
Lernvideo
Kurz erklärt, prüfungsnah aufbereitet und leicht wiederholbar
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Hey du! Stell dir vor, du planst eine Party und überlegst, wie viele Getränke du kaufen sollst. Kaufst du viele kleine Flaschen und musst oft nachkaufen, oder eine riesige Kiste, die viel Platz wegnimmt? Genau vor dieser Frage stehen wir auch im Büromanagement, wenn es um die Bestellmenge geht. Heute tauchen wir tief in die Welt der Bestellmengenplanung ein, damit du genau weißt, wie du die optimale Menge für dein Büro ermittelst und Kosten sparst. Bereit für prüfungsrelevantes Wissen?

Lernziele

  • Die Definition und den Zielkonflikt der Bestellmengenplanung erklären können.
  • Die Andler-Formel zur Berechnung der wirtschaftlichen Bestellmenge anwenden können.
  • Die Annahmen und Grenzen des Modells kritisch beurteilen können, um fundierte Beschaffungsentscheidungen zu treffen.

1.Im Büroalltag begegnen uns Bestellungen ständig: Kopierpapier, Toner, Büromaterial. Doch wie viel ist eigentlich die richtige Menge? Zu viel Papier blockiert das Lager, bindet unnötig Kapital und veraltet vielleicht sogar. Zu wenig führt zu Engpässen, Stress und Nachbestellungen unter Zeitdruck. Die Bestellmengenplanung ist daher entscheidend für die Effizienz und die Kosten in jedem Unternehmen. Sie hilft uns, den Sweet Spot zu finden, bei dem wir weder zu viel noch zu wenig bestellen. Es geht darum, die Balance zwischen Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu halten, um reibungslose Abläufe zu gewährleisten und gleichzeitig unnötige Ausgaben zu vermeiden. Genau wie bei der Partyplanung: Du willst genug Getränke haben, ohne dass am Ende die Hälfte weggeschüttet wird oder du ständig zum Supermarkt rennen musst.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein Azubi in einem modernen Büro, der vor einem überfüllten Lagerregal mit Büromaterial steht und nachdenklich auf eine leere Tonerpackung in seiner Hand blickt. Im Hintergrund sind weitere Büroartik…

2.Beginnen wir mit den Grundlagen: Die Bestellmenge ist einfach die Anzahl der Einheiten eines Artikels, die wir pro Bestellung ordern. Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Bestellmenge, auch optimale Bestellmenge genannt, zu finden. Das ist die Menge, bei der die Summe aus Bestellkosten und Lagerhaltungskosten über einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr, minimal ist. Die Bestellmengenplanung verfolgt dabei zwei Hauptziele: Erstens die Minimierung der Gesamtkosten, die durch die Beschaffung und Lagerung entstehen, und zweitens die Sicherstellung der Versorgung. Hier entsteht ein klassischer Zielkonflikt: Häufige, kleine Bestellungen reduzieren zwar unsere Lagerhaltungskosten, weil weniger Ware im Lager liegt. Dafür erhöhen sie aber die Bestellkosten, da wir öfter den Bestellvorgang durchlaufen. Seltene, große Bestellungen hingegen senken die Bestellkosten, lassen aber die Lagerhaltungskosten in die Höhe schnellen. Diesen Konflikt gilt es zu lösen.

VisuellÜberschrift 'Bestellmengenplanung: Definition & Ziele'. Links: 'Bestellmenge: Anzahl der Einheiten pro Bestellung.' Rechts: 'Wirtschaftliche Bestellmenge (EOQ): Menge, bei der Bestell- und Lagerkosten minimal sind.' Unten: 'Ziele: 1. Kos…

3.Um den Zielkonflikt besser zu verstehen, schauen wir uns die beiden Kostenarten genauer an. Bestellkosten sind fix pro Bestellung, unabhängig von der Menge. Dazu gehören die Auftragserfassung, die Kommunikation mit dem Lieferanten, die Wareneingangsprüfung und oft auch pauschale Transportkosten pro Lieferung. Sie entstehen jedes Mal, wenn wir eine Bestellung auslösen. Im Gegensatz dazu stehen die Lagerhaltungskosten. Diese sind variabel und hängen von der gelagerten Menge und der Lagerdauer ab. Beispiele hierfür sind die Kapitalbindungskosten für die im Lager liegende Ware, Raumkosten wie Miete oder Abschreibung für das Lager, Versicherungen gegen Diebstahl oder Beschädigung sowie Kosten für Schwund oder Verderb. Wenn wir diese Kosten grafisch darstellen, sehen wir, dass die Bestellkosten mit steigender Bestellmenge sinken, während die Lagerhaltungskosten steigen. Die Summe beider Kostenarten bildet eine U-förmige Kurve – der tiefste Punkt dieser Kurve ist unsere optimale Bestellmenge.

VisuellÜberschrift 'Bestellkosten vs. Lagerhaltungskosten'. Links: Spalte 'Bestellkosten', darunter 'Fix pro Bestellung', 'Beispiele: Auftragserfassung, Lieferantenkommunikation, Wareneingangsprüfung, Transportpauschale'. Rechts: Spalte 'Lagerh…

4.Um diese optimale Bestellmenge nun mathematisch zu ermitteln, nutzen wir die Andler-Formel. Sie ist ein wichtiges Werkzeug im Büromanagement. Die Formel lautet: x_opt ist gleich der Quadratwurzel aus zweimal Jahresverbrauch mal bestellfixe Kosten, geteilt durch Einstandspreis pro Einheit mal Lagerkostensatz. Also: x_opt = √((2 * J * B) / (E * L)). J steht dabei für den Jahresverbrauch, also die Gesamtmenge eines Artikels, die wir pro Jahr benötigen. B sind die bestellfixen Kosten, die pro Bestellung anfallen. E ist der Einstandspreis pro Einheit, der den Einkaufspreis inklusive aller Bezugskosten umfasst. Und L ist der Lagerkostensatz, der die Lagerhaltungskosten als Prozentsatz des Einstandspreises pro Jahr angibt. Mit dieser Formel können wir den Punkt finden, an dem sich Bestell- und Lagerkosten ideal ausgleichen.

VisuellÜberschrift 'Die Andler-Formel'. Zeige die Formel prominent in der Mitte: 'x_opt = √((2 * J * B) / (E * L))'. Darunter die Legende für jeden Bestandteil: 'x_opt = Optimale Bestellmenge', 'J = Jahresverbrauch', 'B = Bestellfixe Kosten pro…

5.Wenden wir die Andler-Formel nun auf ein konkretes Beispiel aus dem Büromanagement an. Stell dir vor, ein Büro für Immobilienverwaltung benötigt jährlich 18.000 Packungen Kopierpapier. Die Kosten pro Bestellung, inklusive Bearbeitung und Transportpauschale, betragen 30 Euro. Der Einstandspreis pro Packung liegt bei 2,50 Euro, und der Lagerkostensatz für Büromaterial wird mit 12% des Einstandspreises pro Jahr angesetzt. Setzen wir die Werte in unsere Formel ein: x_opt = √((2 * 18.000 * 30) / (2,50 * 0,12)). Zuerst multiplizieren wir im Zähler: 2 * 18.000 * 30 ergibt 1.080.000. Im Nenner multiplizieren wir: 2,50 * 0,12 ergibt 0,30. Nun teilen wir den Zähler durch den Nenner: 1.080.000 geteilt durch 0,30 ergibt 3.600.000. Zum Schluss ziehen wir die Quadratwurzel aus 3.600.000, was genau 1.897,366596 entspricht. Gerundet beträgt die optimale Bestellmenge also 1.897 Packungen Kopierpapier. Das ist die Menge, bei der die Gesamtkosten minimal sind.

VisuellÜberschrift 'Rechenbeispiel: Optimale Bestellmenge für Kopierpapier'. Zeige die gegebenen Werte: 'J = 18.000 Packungen', 'B = 30 €', 'E = 2,50 €', 'L = 12% (0,12)'. Darunter die Andler-Formel und die Schritt-für-Schritt-Berechnung, klar…

6.Obwohl die Andler-Formel ein mächtiges Werkzeug ist, basiert sie auf bestimmten Annahmen und hat auch ihre Grenzen. Zu den Annahmen gehören ein konstanter und bekannter Jahresverbrauch, feste Bestellkosten pro Bestellung, feste Lagerhaltungskosten pro Einheit und Zeiteinheit, ein konstanter Einstandspreis ohne Mengenrabatte oder Preisschwankungen, sowie die Annahme, dass es keine Lieferengpässe gibt und die gesamte Bestellmenge sofort geliefert wird. In der Realität sind diese Bedingungen jedoch selten perfekt erfüllt. Die Grenzen der Formel liegen darin, dass sie beispielsweise Mengenrabatte, die bei größeren Bestellungen gewährt werden könnten, nicht berücksichtigt. Auch Preisschwankungen, Teillieferungen, saisonale Nachfrageschwankungen oder Kapazitätsgrenzen im Lager bleiben unberücksichtigt. Es ist wichtig, diese Punkte im Hinterkopf zu behalten und die Ergebnisse der Formel kritisch zu hinterfragen, anstatt sich blind darauf zu verlassen.

VisuellÜberschrift 'Annahmen und Grenzen der Andler-Formel'. Linke Spalte 'Annahmen': 'Konstanter Jahresverbrauch', 'Feste Bestellkosten', 'Feste Lagerhaltungskosten', 'Konstanter Einstandspreis', 'Keine Lieferengpässe', 'Sofortige Lieferung'.…

7.Ein häufiger Fehler ist die falsche Zuordnung von Kosten, zum Beispiel wenn variable Transportkosten fälschlicherweise als bestellfixe Kosten betrachtet werden. Oder die Einheiten in der Formel sind inkonsequent, etwa Jahresverbrauch in Stück, aber Einstandspreis pro Kilogramm. Auch darf man der Formel nicht blind vertrauen. Die berechnete optimale Bestellmenge ist nur ein Richtwert. Qualitative Faktoren spielen eine ebenso große Rolle bei der endgültigen Entscheidung. Dazu gehören die Beziehungen zu Lieferanten, die Verfügbarkeit von Lagerkapazität, die Verderblichkeit oder Haltbarkeit der Produkte, die Dringlichkeit der Beschaffung oder auch Mindestbestellmengen der Lieferanten. Eine zu hohe Bestellmenge bindet unnötig Kapital, erhöht Lagerkosten und das Risiko von Schwund. Eine zu niedrige Bestellmenge führt zu häufigeren Bestellvorgängen, höheren Bestellkosten, potenziellen Lieferengpässen und Störungen im Betriebsablauf. Daher ist eine ganzheitliche Betrachtung unerlässlich.

VisuellÜberschrift 'Fehler & Qualitative Faktoren'. Oben: 'Häufige Fehler: Falsche Kostenzuordnung, inkonsequente Einheiten, blindes Vertrauen in Formel.' Unten, in zwei Spalten: Linke Spalte 'Qualitative Faktoren': 'Lieferantenbeziehungen', 'L…

8.Fassen wir zusammen: Die Bestellmengenplanung ist essenziell, um die Gesamtkosten aus Beschaffung und Lagerung zu minimieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Wir haben den Zielkonflikt zwischen Bestell- und Lagerhaltungskosten kennengelernt und wissen, wie die Andler-Formel uns hilft, die wirtschaftliche Bestellmenge zu berechnen. Doch vergiss nicht die Annahmen und Grenzen dieser Formel und beziehe immer qualitative Faktoren in deine Entscheidung ein. Für deine IHK-Prüfung ist es wichtig, die Andler-Formel auswendig zu lernen und ihre Anwendung sicher zu beherrschen. Übe das Rechenbeispiel mit den genauen Zahlen, die wir verwendet haben. Achte darauf, die einzelnen Kostenarten klar voneinander abzugrenzen und deren Bestandteile zu kennen. Hinterfrage kritisch, wann die Formel wirklich aussagekräftig ist und wann du weitere Aspekte berücksichtigen musst. Mit diesem Wissen triffst du fundierte Entscheidungen und optimierst die Materialwirtschaft im Büromanagement.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein Azubi sitzt an einem Schreibtisch in einem modernen Büro und lächelt selbstbewusst, während er Notizen in einem Ordner macht. Auf dem Schreibtisch liegen ein Taschenrechner, ein Laptop mit einer…

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Rechenbeispiel
Schritt-für-Schritt-Durchrechnung zum Thema
Vorschau · 1:00 Min
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Willkommen zurück! Nachdem du die Grundlagen zur optimalen Bestellmenge kennst, tauchen wir heute direkt in ein konkretes Rechenbeispiel ein. Stell dir vor, ein Büro für Immobilienverwaltung benötigt jährlich 18.000 Packungen Kopierpapier. Unsere Aufgabe ist es, die optimale Bestellmenge für dieses Büro zu ermitteln. Lass uns das Schritt für Schritt gemeinsam durchrechnen!

Lernziele

  • Die Formel zur optimalen Bestellmenge korrekt anwenden können.
  • Die einzelnen Schritte zur Berechnung der optimalen Bestellmenge nachvollziehen und durchführen können.

1.Für unser Rechenbeispiel haben wir folgende Ausgangsdaten: Das Büro benötigt jährlich 18.000 Packungen Kopierpapier. Die Kosten pro Bestellung, also für Bearbeitung und Transport, belaufen sich auf 30 Euro. Eine Packung Kopierpapier hat einen Einstandspreis von 2,50 Euro. Und der Lagerkostensatz für Büromaterial wird mit 12 Prozent des Einstandspreises pro Jahr angesetzt. Wir wollen nun die optimale Bestellmenge ermitteln, um die Gesamtkosten zu minimieren.

VisuellMit der Aufgabenstellung und den gegebenen Werten: Jahresverbrauch (J) = 18.000 Packungen, Bestellkosten (B) = 30 €, Einstandspreis (E) = 2,50 €, Lagerkostensatz (L) = 12%.

2.Bevor wir mit der Berechnung beginnen, rufen wir uns die Formel für die optimale Bestellmenge ins Gedächtnis. Sie lautet: x_opt ist gleich der Quadratwurzel aus dem Quotienten von (zwei mal Jahresverbrauch J mal Bestellkosten B) geteilt durch (Einstandspreis E mal Lagerkostensatz L). Wir ordnen unsere Werte den Variablen zu: J = 18.000 Packungen, B = 30 Euro, E = 2,50 Euro und L = 0,12 (für 12 Prozent).

VisuellMit der Formel für die optimale Bestellmenge: x_opt = √((2 * J * B) / (E * L)). Darunter die Zuordnung der Werte: J = 18.000, B = 30, E = 2,50, L = 0,12.

3.Der erste Rechenschritt ist die Berechnung des Zählers in unserer Formel. Wir multiplizieren die Zahl Zwei mit dem Jahresverbrauch J und den Bestellkosten B. In unserem Fall sind das 2 mal 18.000 Packungen, multipliziert mit 30 Euro pro Bestellung. Das ergibt einen Wert von 1.080.000. Dieser Wert repräsentiert einen wichtigen Teil der gesamten variablen Kosten, die durch die Beschaffung entstehen.

VisuellMit dem Rechenschritt 1: Zähler = 2 * J * B = 2 * 18.000 Packungen * 30 €/Bestellung = 1.080.000.

4.Als Nächstes kümmern wir uns um den Nenner der Formel. Hier multiplizieren wir den Einstandspreis E mit dem Lagerkostensatz L. Der Einstandspreis pro Packung Kopierpapier beträgt 2,50 Euro, und der Lagerkostensatz ist 12 Prozent, den wir als Dezimalzahl 0,12 ansetzen. Wenn wir 2,50 Euro mit 0,12 multiplizieren, erhalten wir 0,30 Euro. Dieser Wert steht für die jährlichen Lagerhaltungskosten pro Packung Kopierpapier. Es ist wichtig, den Lagerkostensatz korrekt in eine Dezimalzahl umzuwandeln.

VisuellMit dem Rechenschritt 2: Nenner = E * L = 2,50 €/Packung * 0,12 = 0,30 €/Packung.

5.Jetzt setzen wir die bisher berechneten Werte in die Formel ein und teilen den Zähler durch den Nenner. Wir haben im ersten Schritt einen Zähler von 1.080.000 berechnet und im zweiten Schritt einen Nenner von 0,30 Euro ermittelt. Wenn wir 1.080.000 durch 0,30 teilen, erhalten wir das Zwischenergebnis von 3.600.000. Dieser Wert ist ein wichtiger Zwischenschritt, bevor wir die finale Wurzel ziehen. Achte darauf, dass du die Rechenschritte sauber und nachvollziehbar hältst.

VisuellMit dem Rechenschritt 3: Quotient = Zähler / Nenner = 1.080.000 / 0,30 = 3.600.000.

6.Der nächste und fast letzte Schritt ist das Ziehen der Quadratwurzel aus unserem Zwischenergebnis. Wir haben 3.600.000 erhalten. Wenn wir die Quadratwurzel aus 3.600.000 ziehen, kommen wir auf einen Wert von ungefähr 1.897,36. Dieser Wert ist bereits sehr nah an unserer optimalen Bestellmenge, muss aber noch richtig interpretiert und gerundet werden. Denk daran, dass die Quadratwurzel uns hier hilft, die optimale Balance zwischen Bestell- und Lagerkosten zu finden.

VisuellMit dem Rechenschritt 4: Wurzel ziehen = √3.600.000 ≈ 1.897,36.

7.Da wir keine halben Packungen Kopierpapier bestellen können, müssen wir unser Ergebnis auf eine ganze Zahl runden. Aus 1.897,36 Packungen werden somit gerundet 1.897 Packungen. Das ist die optimale Bestellmenge für das Büro für Immobilienverwaltung. Es ist immer wichtig, das Ergebnis im Kontext der realen Welt zu betrachten und entsprechend kaufmännisch zu runden, da wir physische Produkte bestellen.

VisuellMit dem Rechenschritt 5: Runden und Endergebnis: x_opt ≈ 1.897,36 Packungen ≈ 1.897 Packungen. Die optimale Bestellmenge beträgt 1.897 Packungen Kopierpapier.

8.Fassen wir zusammen: Mit der Formel für die optimale Bestellmenge haben wir Schritt für Schritt ermittelt, dass das Immobilienbüro idealerweise 1.897 Packungen Kopierpapier pro Bestellung ordern sollte, um Bestell- und Lagerkosten zu minimieren. Ein häufiger Fehler ist, Bestell- und Lagerkosten nicht korrekt zuzuordnen oder Einheiten zu mischen. Stell dir vor, du kaufst Getränke für eine Party. Kaufst du viele kleine Flaschen, hast du hohe 'Bestellkosten' pro Flasche, aber geringe 'Lagerhaltungskosten' zu Hause. Kaufst du eine große Kiste, sind die 'Bestellkosten' geringer, aber die 'Lagerhaltungskosten' höher. Die optimale Bestellmenge ist genau der Sweet Spot dazwischen. Herzlichen Glückwunsch, du hast die Berechnung gemeistert!

VisuellMit dem vollständigen Rechenweg der optimalen Bestellmenge: x_opt = √((2 * 18.000 * 30) / (2,50 * 0,12)) = √(1.080.000 / 0,30) = √3.600.000 ≈ 1.897,36 ≈ 1.897 Packungen. Füge eine kurze Interpretation des Ergebnisses und den Hinweis auf…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Lernmaterial
Klar strukturiert für fokussiertes Lernen
Transparenzhinweis: Dieses Lernmaterial wurde (teilweise) KI-gestützt erstellt und wird fortlaufend überprüft und verbessert.
Zusammenfassung

Die Bestellmengenplanung ist entscheidend, um die Gesamtkosten aus Beschaffung und Lagerung zu minimieren und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Andler-Formel hilft, die wirtschaftliche Bestellmenge zu berechnen, wobei Annahmen und Grenzen der Formel zu beachten sind.

Ausführliche Erklärung

EINLEITUNG

Die Bestellmengenplanung ist ein zentrales Element im Büromanagement, da sie hilft, die Balance zwischen Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu halten. Sie ist entscheidend, um Kosten zu sparen und gleichzeitig die Versorgung sicherzustellen.

KERNPUNKTE

Die Bestellmenge ist die Anzahl der Einheiten, die pro Bestellung geordert werden. Ziel ist es, die wirtschaftliche Bestellmenge zu finden, bei der die Summe aus Bestell- und Lagerhaltungskosten minimal ist. Die Andler-Formel wird zur Berechnung dieser Menge verwendet: x_opt = √((2 * J * B) / (E * L)). Hierbei steht J für den Jahresverbrauch, B für die bestellfixen Kosten, E für den Einstandspreis pro Einheit und L für den Lagerkostensatz.

PRAXISBEZUG

Ein Büro benötigt jährlich 18.000 Packungen Kopierpapier. Bestellkosten betragen 30 Euro pro Bestellung, der Einstandspreis liegt bei 2,50 Euro und der Lagerkostensatz bei 12%. Die Andler-Formel ergibt eine optimale Bestellmenge von 1.897 Packungen, was die Gesamtkosten minimiert.

FAZIT

Die Bestellmengenplanung minimiert Kosten und sichert die Versorgung. Die Andler-Formel ist ein wertvolles Werkzeug, jedoch sollten ihre Annahmen und Grenzen stets kritisch hinterfragt werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Keywords
Bestellmengenplanung
Andler-Formel
wirtschaftliche Bestellmenge
Bestellkosten
Lagerhaltungskosten
Büromanagement
Kostenminimierung
Übungsfragen
8 Fragen
Trainiere dein Wissen zu diesem Thema
Hinweis: Die Quizfragen wurden (teilweise) KI-gestützt generiert.
Frage 1 von 8
Leicht
Was ist das Hauptziel der Bestellmengenplanung?
Frage 2 von 8
Leicht
Welche Komponente ist kein Bestandteil der Andler-Formel?
Frage 3 von 8
Mittel
Warum ist die wirtschaftliche Bestellmenge wichtig?
Frage 4 von 8
Mittel
Wie beeinflussen große Bestellmengen die Lagerhaltungskosten?
Frage 5 von 8
Mittel
Welche Annahme ist Teil der Andler-Formel?
Frage 6 von 8
Schwer
Welche Auswirkung hat eine zu niedrige Bestellmenge auf den Betrieb?
Frage 7 von 8
Schwer
Ein Büro hat einen konstanten Jahresverbrauch von 10.000 Einheiten, Bestellkosten von 50 Euro, einen Einstandspreis von 5 Euro und einen Lagerkostensatz von 10%. Welche optimale Bestellmenge ergibt sich?
Frage 8 von 8
Schwer
Welche qualitative Faktoren sollten bei der Bestellmengenplanung zusätzlich berücksichtigt werden?

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