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EVKOLA

Lernmodul

Losgrößenplanung

Optimale Losgrößen bestimmen.

Produziert
Industriekaufmann / IndustriekauffrauLernfeld 6: Leistungserstellung planen, steuern und kontrollieren
Lernvideo
Kurz erklärt, prüfungsnah aufbereitet und leicht wiederholbar
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Lernvideo für Industriekaufleute! Heute tauchen wir in ein spannendes Thema ein, das die Effizienz und Kostenkontrolle in jedem Unternehmen maßgeblich beeinflusst: die Losgrößenplanung. Wir zeigen dir, wie du die optimale Menge für deine Produktion findest und welche Rolle das im Arbeitsalltag spielt. Bereit für prüfungsrelevantes Wissen?

Lernziele

  • Die Grundlagen und Ziele der Losgrößenplanung verstehen und ihre Bedeutung für Industriekaufleute erläutern können.
  • Die Andler-Formel zur Bestimmung der optimalen Losgröße anwenden und ein Rechenbeispiel korrekt lösen können.
  • Die Vor- und Nachteile verschiedener Losgrößen sowie die Grenzen der Andler-Formel kritisch beurteilen können.

1.Stell dir vor, du backst Kekse für eine große Party. Backst du viele kleine Portionen nacheinander, musst du oft den Teig ansetzen und den Ofen vorheizen – das sind hohe „Rüstkosten“ pro Backvorgang. Dafür sind die Kekse schnell weg, die „Lagerkosten“ niedrig. Oder du backst alles auf einmal? Dann sind die „Rüstkosten“ pro Backvorgang gering, aber du hast viele Kekse, die du lagern musst – höhere „Lagerkosten“. Genau dieses Dilemma haben wir auch in der Produktion: Wie viele Produkte sollen wir auf einmal fertigen? Die Losgrößenplanung hilft uns, diese Frage zu beantworten und ist für uns Industriekaufleute enorm wichtig, um die Produktion effizient und kostengünstig zu gestalten und die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine geschäftige Produktionshalle mit modernen Maschinen im Vordergrund und einem großen, gut gefüllten Lagerbereich im Hintergrund, der volle Regale zeigt. Eine Person mit Tablet steht nachdenklich…

2.Die Losgrößenplanung ist ein zentraler Bestandteil der Produktionsplanung. Sie bestimmt die optimale Menge an Produkten, die in einem Fertigungsdurchlauf hergestellt werden sollen. Dabei geht es darum, die Gesamtkosten aus Rüstkosten und Lagerhaltungskosten zu minimieren. Unter Losgröße verstehen wir die Menge gleicher Produkte, die ohne Unterbrechung gefertigt wird. Rüstkosten sind auftragsfixe Kosten, die einmalig pro Fertigungsauftrag anfallen, wie Maschinenrüstung oder Arbeitsvorbereitung. Lagerhaltungskosten entstehen durch die Lagerung, zum Beispiel für Raum, Versicherung und vor allem die Kapitalkosten für das gebundene Kapital. Der Lagerhaltungskostensatz drückt diese Kosten als Prozentsatz des Lagerwerts aus. Unser Hauptziel ist immer die Minimierung dieser Gesamtkosten, die optimale Auslastung von Kapazitäten, die Reduzierung der Kapitalbindung und die Sicherstellung unserer Lieferfähigkeit.

VisuellTitel 'Losgrößenplanung: Definition & Ziele'. Links eine klare Definition von Losgrößenplanung. Rechts eine Liste der Schlüsselbegriffe (Losgröße, Rüstkosten, Lagerhaltungskosten, Lagerhaltungskostensatz) mit kurzen Erklärungen und darun…

3.Schauen wir uns die Auswirkungen unterschiedlicher Losgrößen genauer an. Bei kleinen Losgrößen sind die Rüstkosten pro Stück hoch, da wir öfter umrüsten müssen. Dafür sind die Lagerhaltungskosten pro Stück niedrig, weil wir weniger auf Lager haben. Die Kapitalbindung ist gering, die Flexibilität bei Bedarfsänderungen hoch und das Risiko von Veralterung oder Schwund gering. Allerdings ist die effektive Maschinenauslastung durch viele Rüstzeiten geringer und die Durchlaufzeiten sind kurz. Bei großen Losgrößen verhält es sich umgekehrt: Die Rüstkosten pro Stück sinken, die Lagerhaltungskosten pro Stück steigen. Wir binden mehr Kapital, sind weniger flexibel, haben aber eine höhere effektive Maschinenauslastung. Die Gesamtkosten ergeben sich aus der Summe dieser beiden Kurven und weisen ein Minimum auf – genau das ist unsere optimale Losgröße, die wir anstreben.

VisuellTitel 'Kostenkurven und Losgrößen-Vergleich'. Links eine Grafik, die den Verlauf von Rüstkosten (sinkend), Lagerhaltungskosten (steigend) und Gesamtkosten (U-förmig mit Minimum) in Abhängigkeit von der Losgröße zeigt. Rechts eine Verglei…

4.Um dieses Kostenminimum mathematisch zu bestimmen, nutzen wir die Andler-Formel, auch bekannt als klassische Losformel oder EOQ-Modell. Die Formel lautet: Die optimale Losgröße Q_opt ist gleich der Wurzel aus zwei mal dem Jahresbedarf J, mal den Rüstkosten pro Auftrag R, geteilt durch den Lagerhaltungskostensatz L, mal dem Einstandspreis pro Stück E. Wichtig ist, dass diese Formel auf einigen Annahmen basiert: Wir gehen von einem konstanten und bekannten Jahresbedarf aus, konstanten Rüstkosten pro Auftrag, konstanten Lagerhaltungskosten pro Stück und Zeiteinheit, einem konstanten Einstandspreis sowie einer sofortigen und vollständigen Lieferung des Loses. Außerdem setzen wir voraus, dass es keine Fehlmengen oder Kapazitätsbeschränkungen gibt. Diese Annahmen sind wichtig für die korrekte Anwendung.

VisuellTitel 'Die Andler-Formel zur optimalen Losgröße'. Zentral die Andler-Formel: Q_opt = \sqrt{\frac{2 \cdot J \cdot R}{L \cdot E}}. Darunter eine Legende mit den Erklärungen für J, R, L, E. Rechts daneben eine Box mit dem Titel 'Annahmen de…

5.Kommen wir zu einem praxisnahen Rechenbeispiel. Die 'Pumpen-AG' möchte die optimale Losgröße für Dichtungssätze bestimmen. Der Jahresbedarf J beträgt 12.000 Stück. Die Rüstkosten R pro Fertigungsauftrag liegen bei 180 Euro. Der Einstandspreis E pro Dichtungssatz beträgt 8,50 Euro. Der jährliche Lagerhaltungskostensatz L wird mit 15 Prozent angesetzt. Setzen wir diese Werte in die Andler-Formel ein: Zuerst multiplizieren wir 2 mit dem Jahresbedarf von 12.000 Stück und den Rüstkosten von 180 Euro, was 4.320.000 ergibt. Dann multiplizieren wir den Lagerhaltungskostensatz von 0,15 mit dem Einstandspreis von 8,50 Euro, was 1,275 ergibt. Nun teilen wir 4.320.000 durch 1,275, was 3.388.235,29 ergibt. Ziehen wir daraus die Quadratwurzel, erhalten wir gerundet 1.841 Stück. Die optimale Losgröße für die Pumpen-AG beträgt also 1.841 Dichtungssätze pro Fertigungsauftrag.

VisuellTitel 'Rechenbeispiel: Optimale Losgröße für die Pumpen-AG'. Links oben das Szenario der Pumpen-AG mit den Eingabewerten (J=12.000, R=180€, E=8,50€, L=15%). Rechts daneben die Andler-Formel. Darunter die schrittweise Berechnung der Forme…

6.In der Praxis lauern einige Fallstricke. Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Annahmen der Andler-Formel. Wenn Bedarf oder Kosten stark schwanken, liefert die Formel möglicherweise keine realistische optimale Losgröße. Achte auch darauf, alle Lagerhaltungskosten zu berücksichtigen. Oft werden nur die direkten Kosten wie Lagerraum erfasst, aber die Kapitalkosten für das im Lager gebundene Kapital vergessen. Dies führt zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Lagerkosten. Verwechsle außerdem Rüstkosten, die auftragsfix sind, nicht mit variablen Fertigungskosten pro Stück. Rüstkosten fallen einmal pro Auftrag an, egal wie viele Stücke produziert werden, während variable Fertigungskosten pro produziertem Stück anfallen. Eine korrekte Datenerfassung ist für die Anwendung der Formel absolut entscheidend.

VisuellTitel 'Häufige Fehler bei der Losgrößenplanung'. Eine Liste von drei bis vier häufigen Fehlern, jeweils mit einer kurzen Erklärung: 1. Vernachlässigung der Annahmen der Andler-Formel, 2. Unvollständige Berücksichtigung der Lagerhaltungsk…

7.Die Andler-Formel ist ein mächtiges Werkzeug, aber sie hat ihre Grenzen. In der Realität sind Bedarf und Kosten selten konstant. Schwankender Bedarf, Kapazitätsgrenzen in der Produktion oder im Lager und die Notwendigkeit, Mindest- oder Maximalbestände einzuhalten, können dazu führen, dass die rein rechnerisch optimale Losgröße nicht umsetzbar ist. Unternehmen passen sich diesen Gegebenheiten an, indem sie beispielsweise mit Sicherheitsbeständen arbeiten, flexible Produktionspläne erstellen oder die Losgrößen an Kapazitäten anpassen. Trotz dieser Einschränkungen bleibt die Losgrößenplanung ein unverzichtbarer Bestandteil für die Effizienz der Produktion und die Minimierung der Kapitalbindung im Lager. Sie gibt uns eine wichtige Orientierung und eine fundierte Basis für unsere Entscheidungen.

VisuellTitel 'Grenzen der Andler-Formel in der Praxis'. Eine Liste von Punkten, die die Grenzen der Formel aufzeigen: schwankender Bedarf, Kapazitätsgrenzen, Mindest-/Maximalbestände. Darunter ein Textfeld, das erklärt, wie Unternehmen in der P…

8.Fassen wir zusammen: Die Losgrößenplanung hilft uns, durch die Abwägung von Rüst- und Lagerkosten die Gesamtkosten zu minimieren und so die Effizienz unserer Produktion zu steigern. Für die IHK-Prüfung ist es entscheidend, nicht nur die Andler-Formel anzuwenden, sondern auch die dahinterstehende Logik zu verstehen. Sei in der Lage, die Auswirkungen von Parameteränderungen zu erklären und die Grenzen der Formel zu benennen. Die Losgrößenplanung ist ein Kernaspekt für uns Industriekaufleute, um Produktionsprozesse optimal zu gestalten, Bestände zu managen und die Kostenkontrolle im Unternehmen zu gewährleisten. Mit diesem Wissen bist du bestens für die Prüfung und den Berufsalltag gerüstet. Viel Erfolg!

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine Gruppe junger, motivierter Industriekaufleute in einem modernen Büro oder Schulungsraum, die an einem Whiteboard stehen und Diagramme zur Produktionsplanung diskutieren. Eine Person zeigt auf ei…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Rechenbeispiel
Schritt-für-Schritt-Durchrechnung zum Thema
Vorschau · 1:00 Min
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Rechenvideo! Du hast bereits die Grundlagen der Losgrößenplanung kennengelernt. Heute konzentrieren wir uns darauf, die optimale Losgröße für die 'Pumpen-AG' Schritt für Schritt zu berechnen, um die Kosten zu minimieren. Lass uns direkt starten!

Lernziele

  • Die Andler-Formel zur Bestimmung der optimalen Losgröße korrekt anwenden können.
  • Das berechnete Ergebnis im Kontext der Losgrößenplanung interpretieren und typische Fehlerquellen erkennen.

1.Die Pumpen-AG benötigt einen Dichtungssatz für ihre Standardpumpen. Der jährliche Bedarf liegt bei 12.000 Stück. Jedes Mal, wenn ein Fertigungsauftrag für diesen Dichtungssatz gestartet wird, fallen Rüstkosten von 180 Euro an. Der Einstandspreis pro Dichtungssatz beträgt 8,50 Euro, und die jährlichen Lagerhaltungskosten werden mit 15 Prozent des durchschnittlichen Lagerwerts angesetzt. Unser Ziel ist es, die optimale Losgröße zu finden, die die Summe aus Rüst- und Lagerhaltungskosten minimiert. Dafür nutzen wir die Andler-Formel, die du bereits kennst.

VisuellMit dem Szenario der Pumpen-AG und der Fragestellung 'Wie hoch ist die optimale Losgröße?'. Darunter die Andler-Formel: Q_opt = \sqrt{\frac{2 \cdot J \cdot R}{L \cdot E}}

2.Bevor wir mit der Berechnung beginnen, identifizieren wir alle notwendigen Eingabewerte aus unserem Szenario und ordnen sie den Variablen der Andler-Formel zu. Der jährliche Bedarf 'J' beträgt 12.000 Stück. Die Rüstkosten 'R' pro Auftrag sind 180 Euro. Der Einstandspreis 'E' pro Dichtungssatz liegt bei 8,50 Euro. Und die jährlichen Lagerhaltungskosten 'L' werden als Prozentsatz des Lagerwerts angegeben, nämlich 15 Prozent, was wir als Dezimalzahl 0,15 darstellen.

VisuellMit den identifizierten Eingabewerten: J = 12.000 Stück, R = 180 €, E = 8,50 €, L = 0,15 (entspricht 15%).

3.Starten wir mit dem ersten Schritt unserer Berechnung, dem Produkt aus dem jährlichen Bedarf und den Rüstkosten. Wir multiplizieren also den jährlichen Bedarf von 12.000 Stück mit den Rüstkosten pro Fertigungsauftrag von 180 Euro. Das Ergebnis, 2.160.000 Euro, stellt einen Teil des Zählers in unserer Formel dar. Es hilft uns, die auftragsfixen Kosten im Verhältnis zum Jahresbedarf zu betrachten.

VisuellMit dem ersten Rechenschritt: 1. J \cdot R = 12.000 \text{ Stück} \cdot 180 \text{ €} = 2.160.000 \text{ €}.

4.Im zweiten Schritt multiplizieren wir das Ergebnis aus dem ersten Schritt mit 2. Warum mit 2? Die 2 ist ein fester Bestandteil der Andler-Formel und kommt aus der mathematischen Herleitung, um die optimale Balance zwischen Rüstkosten und Lagerhaltungskosten zu finden. So erhalten wir den vollständigen Zähler unserer Formel: 2 multipliziert mit 2.160.000 Euro ergibt 4.320.000 Euro. Dieser Wert ist nun bereit für den nächsten Schritt, die Division durch den Nenner.

VisuellMit dem zweiten Rechenschritt: 2. 2 \cdot J \cdot R = 2 \cdot 2.160.000 \text{ €} = 4.320.000 \text{ €}.

5.Jetzt kümmern wir uns um den Nenner unserer Formel. Wir multiplizieren den Lagerhaltungskostensatz 'L' mit dem Einstandspreis 'E' pro Dichtungssatz. Der Lagerhaltungskostensatz von 0,15, also 15 Prozent, multipliziert mit dem Einstandspreis von 8,50 Euro pro Stück, ergibt 1,275 Euro. Dieser Wert repräsentiert die jährlichen Lagerhaltungskosten pro Dichtungssatz. Er berücksichtigt nicht nur direkte Kosten, sondern auch die Kapitalkosten für das im Lager gebundene Kapital.

VisuellMit dem dritten Rechenschritt: 3. L \cdot E = 0,15 \cdot 8,50 \text{ €} = 1,275 \text{ €} \text{ pro Stück und Jahr}.

6.Nachdem wir nun den Zähler und den Nenner berechnet haben, führen wir die Division durch. Wir teilen den Wert aus Schritt 2, also 4.320.000 Euro, durch den Wert aus Schritt 3, nämlich 1,275 Euro pro Stück und Jahr. Das Ergebnis dieser Division ist 3.388.235,29. Dieser Zwischenwert bringt uns der optimalen Losgröße schon sehr nahe, aber wir sind noch nicht ganz am Ziel.

VisuellMit dem vierten Rechenschritt: 4. \frac{2 \cdot J \cdot R}{L \cdot E} = \frac{4.320.000 \text{ €}}{1,275 \text{ €}} = 3.388.235,29.

7.Der vorletzte Schritt ist das Ziehen der Quadratwurzel aus dem Ergebnis des vorherigen Schritts. Die Quadratwurzel aus 3.388.235,29 ergibt 1.840,7268. Dieser Wert ist unsere optimale Losgröße, allerdings noch nicht gerundet. Da wir keine halben Dichtungssätze produzieren können, werden wir das Ergebnis im nächsten und letzten Schritt auf eine ganze Zahl runden, um eine praktikable Empfehlung für die Pumpen-AG zu erhalten.

VisuellMit dem fünften Rechenschritt: 5. Q_{\text{opt}} = \sqrt{3.388.235,29} = 1.840,7268.

8.Kommen wir zum finalen Ergebnis und dessen Bedeutung. Die optimale Losgröße für den Dichtungssatz beträgt gerundet 1.841 Stück. Das bedeutet, die Pumpen-AG sollte pro Fertigungsauftrag 1.841 Dichtungssätze produzieren, um die Summe aus Rüstkosten und Lagerhaltungskosten zu minimieren. Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Annahmen der Andler-Formel, etwa dass Bedarf oder Kosten konstant sind. Oft werden auch nur direkte Lagerkosten berücksichtigt, nicht aber die Kapitalkosten für gebundenes Kapital, was die Lagerhaltungskosten unterschätzt. Und vergiss nicht: Rüstkosten sind auftragsfix, nicht variabel pro Stück. Denk an das Kekse backen: Wenige große Backvorgänge senken die 'Rüstkosten', erhöhen aber die 'Lagerkosten'. Viele kleine Backvorgänge sind umgekehrt. Die optimale Losgröße ist die goldene Mitte.

VisuellMit dem vollständigen Rechenweg: 1. J \cdot R = 12.000 \cdot 180 = 2.160.000 2. 2 \cdot J \cdot R = 2 \cdot 2.160.000 = 4.320.000 3. L \cdot E = 0,15 \cdot 8,50 = 1,275 4. \frac{2 \cdot J \cdot R}{L \cdot E} = \frac{4.320.000}{1,275} = 3…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Lernmaterial
Klar strukturiert für fokussiertes Lernen
Transparenzhinweis: Dieses Lernmaterial wurde (teilweise) KI-gestützt erstellt und wird fortlaufend überprüft und verbessert.
Zusammenfassung

Die Losgrößenplanung optimiert die Produktionsmenge, um Rüst- und Lagerkosten zu minimieren. Die Andler-Formel hilft, die optimale Losgröße zu berechnen, indem sie verschiedene Kostenfaktoren berücksichtigt.

Ausführliche Erklärung

EINLEITUNG

Die Losgrößenplanung ist ein entscheidender Bestandteil der Produktionsplanung, der die Effizienz und Kostenkontrolle in Unternehmen verbessert. Sie bestimmt die optimale Menge an Produkten, die in einem Fertigungsdurchlauf hergestellt werden sollen, um die Gesamtkosten aus Rüst- und Lagerhaltungskosten zu minimieren.

KERNPUNKTE

Rüstkosten sind auftragsfixe Kosten, die pro Fertigungsauftrag anfallen, während Lagerhaltungskosten durch die Lagerung von Produkten entstehen. Die Andler-Formel wird verwendet, um die optimale Losgröße zu berechnen, indem sie den Jahresbedarf, die Rüstkosten, den Lagerhaltungskostensatz und den Einstandspreis berücksichtigt. Die Formel basiert auf Annahmen wie konstantem Bedarf und Kosten.

PRAXISBEZUG

Ein Beispiel ist die 'Pumpen-AG', die die optimale Losgröße für Dichtungssätze berechnen möchte. Mit einem Jahresbedarf von 12.000 Stück, Rüstkosten von 180 Euro, einem Einstandspreis von 8,50 Euro und einem Lagerhaltungskostensatz von 15% ergibt die Berechnung eine optimale Losgröße von 1.841 Stück pro Fertigungsauftrag.

FAZIT

Die Losgrößenplanung ist entscheidend für die Minimierung der Produktionskosten und die Sicherstellung der Lieferfähigkeit. Das Verständnis der Andler-Formel und ihrer Annahmen ist für Industriekaufleute unerlässlich, um Produktionsprozesse effizient zu gestalten.

Keywords
Losgrößenplanung
Andler-Formel
Rüstkosten
Lagerhaltungskosten
Industriekaufleute
Produktionsplanung
Effizienz
Kostenkontrolle
Übungsfragen
9 Fragen
Trainiere dein Wissen zu diesem Thema
Hinweis: Die Quizfragen wurden (teilweise) KI-gestützt generiert.
Frage 1 von 9
Leicht
Was versteht man unter Rüstkosten?
Frage 2 von 9
Leicht
Welche Rolle spielt die Andler-Formel in der Losgrößenplanung?
Frage 3 von 9
Mittel
Warum sind die Annahmen der Andler-Formel wichtig?
Frage 4 von 9
Mittel
Was passiert bei kleinen Losgrößen mit den Rüst- und Lagerhaltungskosten?
Frage 5 von 9
Mittel
Welche Auswirkungen hat eine große Losgröße auf die Kapitalbindung?
Frage 6 von 9
Mittel
Wie beeinflusst die Losgrößenplanung die Lieferfähigkeit eines Unternehmens?
Frage 7 von 9
Schwer
Ein Unternehmen hat schwankende Rüstkosten. Wie könnte dies die Anwendung der Andler-Formel beeinflussen?
Frage 8 von 9
Schwer
Ein Produktionsleiter stellt fest, dass die Lagerkosten unterschätzt wurden. Welche Anpassung sollte vorgenommen werden?
Frage 9 von 9
Schwer
Wie könnte ein Unternehmen auf Kapazitätsbeschränkungen bei der Anwendung der Andler-Formel reagieren?

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