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EVKOLA

Lernmodul

Preisermittlung

Verkaufspreise auf Basis der Selbstkosten kalkulieren.

Produziert
Industriekaufmann / IndustriekauffrauLernfeld 3: Kundenaufträge bearbeiten und überwachen
Lernvideo
Kurz erklärt, prüfungsnah aufbereitet und leicht wiederholbar
Hinweis: Stimme/Avatar in diesem Video sind synthetisch erzeugt.

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Hey du! Heute tauchen wir gemeinsam in ein super wichtiges Thema für deine Ausbildung ein: die Preisermittlung im Industriebetrieb. Nach diesem Video wirst du das Kalkulationsschema beherrschen, um Verkaufspreise systematisch zu ermitteln. Wir zeigen dir, wie du alle Kosten korrekt zuordnest und typische Prüfungsfehler vermeidest. Lass uns direkt loslegen!

Lernziele

  • Das vollständige Kalkulationsschema zur Preisermittlung im Industriebetrieb anwenden.
  • Die verschiedenen Kostenarten korrekt zuordnen und die Berechnungsschritte nachvollziehen.
  • Typische Fehler, insbesondere bei der Rückwärtsrechnung von Skonto und Rabatt, sicher vermeiden.

1.Stell dir vor, du bist Industriekaufmann oder -kauffrau bei der Präzisionsbauteile AG und sollst ein Angebot für eine neue Maschinenkomponente kalkulieren. Das ist keine triviale Aufgabe, denn der Verkaufspreis entscheidet maßgeblich über den Erfolg unseres Unternehmens. Wir müssen sicherstellen, dass alle unsere Kosten gedeckt sind und wir gleichzeitig einen angemessenen Gewinn erzielen. Ein zu hoher Preis schreckt Kunden ab, ein zu niedriger Preis führt zu Verlusten. Die Preisermittlung ist also eine echte Gratwanderung, die Präzision und Systematik erfordert. Genau deshalb schauen wir uns heute das Kalkulationsschema Schritt für Schritt an, damit du diese Herausforderung sicher meistern kannst.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein junger Azubi sitzt konzentriert an einem Schreibtisch in einem modernen Büro und arbeitet an einem Laptop. Auf dem Bildschirm ist ein komplexes Tabellenkalkulationsprogramm mit vielen Zahlen und…

2.Die Preisermittlung im Industriebetrieb ist der systematische Prozess, um einen Verkaufspreis für unsere Produkte oder Dienstleistungen zu berechnen. Sie basiert auf der sogenannten Vollkostenrechnung, genauer gesagt der Zuschlagskalkulation. Das Ziel ist klar: Wir wollen alle entstandenen Kosten decken, unsere sogenannten Selbstkosten, und zusätzlich einen angestrebten Gewinn erzielen. Dabei unterscheiden wir grundsätzlich zwischen Einzelkosten und Gemeinkosten. Einzelkosten, wie Materialeinzelkosten oder Fertigungseinzelkosten, können wir einem Produkt direkt zuordnen. Gemeinkosten, wie Materialgemeinkosten oder Fertigungsgemeinkosten, fallen für mehrere Produkte an und werden über Zuschlagssätze verteilt. Hinzu kommen Sondereinzelkosten, die nur für einen spezifischen Auftrag anfallen. Dieses Zusammenspiel bildet das Fundament unserer Kalkulation.

VisuellEine klare Definition der Preisermittlung im Industriebetrieb, darunter die Konzepte von Vollkostenrechnung und Zuschlagskalkulation. Visualisiere den Unterschied zwischen Einzelkosten (direkt zuordenbar, z.B. MEK, FEK) und Gemeinkosten…

3.Lass uns nun mit den ersten Schritten unseres Kalkulationsschemas beginnen. Wir starten mit den Materialeinzelkosten, kurz MEK. Das sind die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die wir direkt unserem Produkt zuordnen können. Dazu addieren wir die Materialgemeinkosten, die MGK. Diese sind nicht direkt zurechenbar, zum Beispiel Lagerkosten oder Gehälter im Einkauf, und werden über einen Zuschlagssatz auf die MEK aufgeschlagen. Die Summe aus MEK und MGK ergibt dann unsere Materialkosten, die MK. Stell dir das wie den Grundbaustein unseres Preises vor. Jede Kalkulation beginnt hier, denn ohne Material können wir kein Produkt herstellen.

VisuellDas Kalkulationsschema als aufbauendes Flussdiagramm. Beginne mit 'Materialeinzelkosten (MEK)' als Startpunkt. Zeige einen Pfeil, der zu '+ Materialgemeinkosten (MGK)' führt, mit dem Hinweis 'Zuschlag auf MEK'. Ein weiterer Pfeil führt z…

4.Nach den Materialkosten widmen wir uns den Fertigungskosten. Hier beginnen wir mit den Fertigungseinzelkosten, den FEK, die zum Beispiel die direkten Fertigungslöhne umfassen. Dazu kommen die Fertigungsgemeinkosten, FGK, die wir über einen Zuschlagssatz auf die FEK aufschlagen. Das können Kosten für Meistergehälter, Maschinenabschreibungen oder Energie sein. Die Summe aus FEK und FGK ergibt unsere Fertigungskosten, kurz FK. Im nächsten Schritt addieren wir eventuelle Sondereinzelkosten der Fertigung, wie zum Beispiel Spezialwerkzeuge, die nur für diesen einen Auftrag benötigt werden. Alle diese Kosten zusammen ergeben dann die Herstellkosten der Fertigung, die HKF. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt, der alle direkten und indirekten Kosten der Produktion zusammenfasst.

VisuellFortsetzung des Kalkulationsschemas als aufbauendes Flussdiagramm. Beginne mit 'Fertigungseinzelkosten (FEK)'. Zeige einen Pfeil zu '+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)' mit dem Hinweis 'Zuschlag auf FEK'. Dann zu '= Fertigungskosten (FK)'. F…

5.Nun bauen wir auf den Herstellkosten der Fertigung, den HKF, auf. Diese erweitern wir um die Kosten, die für die Verwaltung und den Vertrieb anfallen. Zuerst kommen die Verwaltungsgemeinkosten, die VwGK. Das sind Kosten für die allgemeine Unternehmensführung wie Gehälter der Geschäftsleitung oder Miete für Verwaltungsgebäude. Diese schlagen wir über einen Zuschlagssatz auf die HKF auf. Danach folgen die Vertriebsgemeinkosten, die VtGK, die ebenfalls auf die HKF zugeschlagen werden. Hierzu zählen zum Beispiel Gehälter des Vertriebspersonals oder Werbekosten. Falls es spezifische Sondereinzelkosten des Vertriebs gibt, wie Spezialverpackungen oder Zölle für einen bestimmten Auftrag, addieren wir diese ebenfalls. Die Summe aus HKF, VwGK, VtGK und SEK Vertrieb ergibt dann unsere Selbstkosten, die SK. Das ist der Betrag, den unser Produkt mindestens einbringen muss, um alle Kosten zu decken.

VisuellFortsetzung des Kalkulationsschemas als aufbauendes Flussdiagramm. Beginne mit 'Herstellkosten der Fertigung (HKF)'. Zeige Pfeile zu '+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)' und '+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)', jeweils mit dem Hinweis 'Zuschl…

6.Nachdem wir unsere Selbstkosten ermittelt haben, wollen wir natürlich auch einen Gewinn erzielen. Deshalb schlagen wir auf die Selbstkosten einen Gewinnzuschlag auf. Dieser Prozentsatz wird auf die SK angewendet und ergibt zusammen mit den Selbstkosten den Barverkaufspreis, kurz BVP. Der BVP ist der Preis, den ein Kunde zahlen würde, wenn er sofort oder sehr schnell ohne Skontoabzug bezahlt. Oft gewähren wir unseren Kunden aber Skonto für schnelle Zahlungen. Um den Zielverkaufspreis, den ZVP, zu ermitteln, der den Skontoabzug bereits berücksichtigt, müssen wir den Skontosatz vom BVP rückwärts herausrechnen. Das ist eine typische Prüfungsfalle: Man darf den Skonto nicht einfach abziehen, sondern muss durch den Faktor (1 minus Skontosatz) dividieren. Der ZVP ist dann der Preis, den der Kunde zahlt, wenn er innerhalb des Zahlungsziels, aber ohne Skonto, begleicht.

VisuellFortsetzung des Kalkulationsschemas. Beginne mit 'Selbstkosten (SK)'. Zeige einen Pfeil zu '+ Gewinnzuschlag (Zuschlag auf SK)' und dann zu '= Barverkaufspreis (BVP)'. Danach kommt ein Pfeil zu '+ Skonto (Rückrechnung vom BVP)' und schli…

7.Aufbauend auf unserem Zielverkaufspreis, dem ZVP, folgen weitere wichtige Komponenten. Zuerst berücksichtigen wir die Vertreterprovision. Dies ist eine Vergütung, die wir an unsere Verkaufsvertreter für die Vermittlung des Geschäfts zahlen. Sie wird als Zuschlag auf den ZVP berechnet. Danach kommt der Rabatt ins Spiel, den wir unseren Kunden gewähren. Auch hier müssen wir rückwärts rechnen, um den eigentlichen Listenverkaufspreis netto zu ermitteln. Der Rabattsatz wird vom Listenverkaufspreis netto abgezogen. Um den LVP netto zu finden, dividieren wir den ZVP plus Provision durch den Faktor (1 minus Rabattsatz). Das Ergebnis ist der Listenverkaufspreis, der LVP netto. Zuletzt addieren wir die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer auf den LVP netto, um den endgültigen Bruttoverkaufspreis zu erhalten, den der Endkunde zahlen muss. Damit haben wir alle Schritte bis zum finalen Preis durchlaufen.

VisuellFortsetzung des Kalkulationsschemas. Beginne mit 'Zielverkaufspreis (ZVP)'. Zeige einen Pfeil zu '+ Vertreterprovision (Zuschlag auf ZVP)'. Dann kommt ein Pfeil zu '+ Rabatt (Rückrechnung vom LVP netto)' und schließlich zu '= Listenverka…

8.Für die korrekte Kalkulation sind die Zuschlagssätze und ihre Bezugsgrößen entscheidend. Merke dir: Materialgemeinkosten werden auf die Materialeinzelkosten zugeschlagen, Fertigungsgemeinkosten auf die Fertigungseinzelkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Vertriebsgemeinkosten hingegen werden auf die Herstellkosten der Fertigung berechnet. Der Gewinnzuschlag erfolgt auf die Selbstkosten. Bei Skonto und Rabatt ist die Rückwärtsrechnung essenziell: Wenn ein Preis den Skonto oder Rabatt bereits *enthält* und wir den höheren Ausgangspreis suchen, müssen wir durch (1 minus den Satz) dividieren. Ein Beispiel: Wenn ein Preis 98% des Zielverkaufspreises ist (wegen 2% Skonto), dann dividieren wir den Barverkaufspreis durch 0,98, um den Zielverkaufspreis zu erhalten. Das ist ein häufiger Stolperstein in Prüfungen und muss genau sitzen!

VisuellEine übersichtliche Tabelle mit zwei Spalten: 'Zuschlagssatz' und 'Bezugsgröße'. Liste alle relevanten Zuschlagssätze wie MGK, FGK, VwGK, VtGK, Gewinn, Skonto, Rabatt, Vertreterprovision und Umsatzsteuer auf. In der zweiten Spalte zeige…

9.Kommen wir nun zu einem praktischen Beispiel, um das vollständige Kalkulationsschema anzuwenden. Nehmen wir an, wir haben für unsere Maschinenkomponente bereits die Herstellkosten der Fertigung mit 15.787,67 Euro ermittelt. Darauf schlagen wir 5% Verwaltungsgemeinkosten, also 789,38 Euro, und 3% Vertriebsgemeinkosten, also 473,63 Euro. Hinzu kommen 150 Euro Sondereinzelkosten des Vertriebs. Das ergibt Selbstkosten von 17.200,68 Euro. Für den Gewinn schlagen wir 10% auf die Selbstkosten, das sind 1.720,07 Euro, was zu einem Barverkaufspreis von 18.920,75 Euro führt. Nun die Rückwärtsrechnung: Für 2% Skonto dividieren wir den BVP durch 0,98, um den Zielverkaufspreis von 19.306,89 Euro zu erhalten. Die Vertreterprovision von 3% auf den ZVP sind 579,21 Euro. Für 5% Rabatt dividieren wir die Summe aus ZVP und Provision, also 19.886,10 Euro, durch 0,95, was den Listenverkaufspreis netto von 20.932,74 Euro ergibt. Mit 19% Umsatzsteuer von 3.977,22 Euro kommen wir auf einen Bruttoverkaufspreis von 24.909,96 Euro. So siehst du, wie sich der Preis Schritt für Schritt zusammensetzt und wie wichtig die korrekte Rückwärtsrechnung ist.

VisuellEine detaillierte Tabelle, die das vollständige Kalkulationsschema Schritt für Schritt mit den konkreten Zahlen des Rechenbeispiels darstellt. Beginne mit Herstellkosten der Fertigung als gegebenen Wert und zeige alle nachfolgenden Berec…

10.Achtung, hier lauern die häufigsten Prüfungsfallen! Ein typischer Fehler ist die Verwechslung der Bezugsgrößen für Zuschlagssätze, beispielsweise wenn VwGK oder VtGK fälschlicherweise auf die Selbstkosten statt auf die Herstellkosten der Fertigung bezogen werden. Ein weiterer, oft übersehener Stolperstein ist das Vergessen von Sondereinzelkosten, sowohl in der Fertigung als auch im Vertrieb, die für spezifische Aufträge essenziell sind. Der absolute Klassiker aber ist die fehlerhafte Rückwärtsrechnung bei Skonto und Rabatt. Viele Azubis ziehen den Prozentsatz einfach ab, anstatt korrekt durch (1 minus den Satz) zu dividieren. Denk an die Analogie: Die Preisermittlung ist wie der Bau eines mehrstöckigen Gebäudes. Jede Kostenart ist eine Etage, die auf der vorherigen aufbaut. Einzelkosten sind das Fundament, Gemeinkosten die Wände, der Gewinn das Dach. Skonto und Rabatt sind wie rückwirkend kalkulierte Rabatte, die den Gesamtpreis beeinflussen. Mein Tipp für die Prüfung: Lerne das Kalkulationsschema auswendig und übe die Rückwärtsrechnung immer wieder. Achte genau auf die Formulierungen in der Aufgabenstellung! Mit diesem Wissen bist du bestens vorbereitet.

VisuellEine Liste der häufigsten Fehler und Prüfungsfallen bei der Preisermittlung, visuell hervorgehoben durch 'Fallen'-Symbole oder rote X-Markierungen. Zeige die Verwechslung von Bezugsgrößen, das Vergessen von Sondereinzelkosten und die feh…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Rechenbeispiel
Schritt-für-Schritt-Durchrechnung zum Thema
Vorschau · 1:00 Min
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Rechenvideo! Heute tauchen wir tief in die Preisermittlung ein und kalkulieren Schritt für Schritt den Listenverkaufspreis einer Maschinenkomponente für die Präzisionsbauteile AG. So festigst du dein Wissen aus dem Erklärvideo und bist bereit für die Praxis.

Lernziele

  • Die einzelnen Schritte der Preisermittlung im Industriebetrieb korrekt durchführen können.
  • Die korrekte Anwendung von Zuschlagssätzen und die Rückwärtsrechnung bei Skonto und Rabatt beherrschen.

1.Unser Szenario: Ein Industriekaufmann der Präzisionsbauteile AG soll den Listenverkaufspreis für eine kundenspezifische Maschinenkomponente kalkulieren. Die Herstellkosten der Fertigung sind bereits ermittelt. Das Unternehmen möchte einen angemessenen Gewinn erzielen und berücksichtigt übliche Konditionen wie Skonto, Provision und Rabatt. Wir starten unsere Kalkulation mit den Materialkosten, indem wir die Materialeinzelkosten und die Materialgemeinkosten addieren. Die Materialgemeinkosten betragen 10 Prozent der Materialeinzelkosten. Lass uns das gleich berechnen.

VisuellMit dem Titel '1. Materialkosten'. Zeige die Formel 'Materialeinzelkosten (MEK) + Materialgemeinkosten (MGK) = Materialkosten'. Darunter die Berechnung: 'MEK: 5.000,00 €', 'MGK: 10 % von 5.000,00 € = 500,00 €', 'Materialkosten: 5.000,00…

2.Nach den Materialkosten kommen wir zu den Herstellkosten der Fertigung. Hier addieren wir zu den Materialkosten die Fertigungseinzelkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung und die Fertigungsgemeinkosten. Die Fertigungsgemeinkosten machen 15 Prozent der Fertigungseinzelkosten aus. Achte darauf, dass du die richtigen Bezugsgrößen für die Zuschläge verwendest, das ist ein häufiger Fehler!

VisuellMit dem Titel '2. Herstellkosten der Fertigung'. Zeige die Formel 'Materialkosten + Fertigungseinzelkosten (FEK) + Sondereinzelkosten der Fertigung (SEK Fertigung) + Fertigungsgemeinkosten (FGK) = Herstellkosten der Fertigung'. Darunter…

3.Als Nächstes ermitteln wir die Selbstkosten. Dazu addieren wir zu den Herstellkosten der Fertigung die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten. Die Verwaltungsgemeinkosten betragen 5 Prozent der Herstellkosten der Fertigung, und die Vertriebsgemeinkosten liegen bei 10 Prozent, ebenfalls bezogen auf die Herstellkosten der Fertigung. Denk daran, dass diese Gemeinkosten auf die bereits entstandenen Herstellkosten aufgeschlagen werden.

VisuellMit dem Titel '3. Selbstkosten'. Zeige die Formel 'Herstellkosten der Fertigung (HKF) + Verwaltungsgemeinkosten (VwGK) + Vertriebsgemeinkosten (VtGK) = Selbstkosten'. Darunter die Berechnung: 'HKF: 15.200,00 €', 'VwGK: 5 % von 15.200,00…

4.Nach den Selbstkosten kommt der Gewinn! Das Unternehmen möchte einen Gewinnzuschlag von 20 Prozent auf die Selbstkosten erzielen. Diesen Gewinn schlagen wir auf die Selbstkosten auf, um den Barverkaufspreis zu erhalten. Der Barverkaufspreis ist der Preis, den der Kunde zahlen würde, wenn er sofort und ohne Abzüge bezahlt.

VisuellMit dem Titel '4. Barverkaufspreis'. Zeige die Formel 'Selbstkosten + Gewinn = Barverkaufspreis'. Darunter die Berechnung: 'Selbstkosten: 17.480,00 €', 'Gewinn: 20 % von 17.480,00 € = 3.496,00 €', 'Barverkaufspreis: 17.480,00 € + 3.496,0…

5.Jetzt wird es spannend, denn wir müssen die Rückwärtsrechnung anwenden. Um den Zielverkaufspreis zu ermitteln, berücksichtigen wir Skonto und Provision. Skonto von 2 Prozent und eine Vertreterprovision von 5 Prozent werden vom Zielverkaufspreis abgezogen. Das bedeutet, unser Barverkaufspreis entspricht 100 Prozent minus 2 Prozent minus 5 Prozent, also 93 Prozent des Zielverkaufspreises. Um den Zielverkaufspreis zu erhalten, dividieren wir den Barverkaufspreis durch diese 93 Prozent.

VisuellMit dem Titel '5. Zielverkaufspreis'. Zeige die Formel 'Barverkaufspreis / (1 - Skonto - Provision) = Zielverkaufspreis'. Darunter die Berechnung: 'Barverkaufspreis: 20.976,00 €', 'Skonto: 2 %', 'Provision: 5 %', 'Gesamt: 2 % + 5 % = 7 %…

6.Der nächste Schritt ist die Ermittlung des Listenverkaufspreises netto. Hier kommt der Kundenrabatt ins Spiel. Ein Rabatt von 10 Prozent wird vom Listenverkaufspreis netto gewährt. Das bedeutet, unser Zielverkaufspreis entspricht 100 Prozent minus 10 Prozent, also 90 Prozent des Listenverkaufspreises netto. Auch hier wenden wir die Rückwärtsrechnung an und dividieren den Zielverkaufspreis durch 90 Prozent, um den Listenverkaufspreis netto zu erhalten.

VisuellMit dem Titel '6. Listenverkaufspreis (netto)'. Zeige die Formel 'Zielverkaufspreis / (1 - Rabatt) = Listenverkaufspreis (netto)'. Darunter die Berechnung: 'Zielverkaufspreis: 22.554,84 €', 'Rabatt: 10 %', 'Listenverkaufspreis (netto): 2…

7.Fast geschafft! Zum Schluss müssen wir nur noch die Umsatzsteuer hinzurechnen, um den Listenverkaufspreis brutto zu erhalten. Die Umsatzsteuer beträgt 19 Prozent des Listenverkaufspreises netto. Diesen Betrag addieren wir zum Listenverkaufspreis netto. Somit haben wir alle Schritte der Preisermittlung durchlaufen und unseren finalen Verkaufspreis ermittelt. Gut gemacht!

VisuellMit dem Titel '7. Listenverkaufspreis (brutto)'. Zeige die Formel 'Listenverkaufspreis (netto) + Umsatzsteuer = Listenverkaufspreis (brutto)'. Darunter die Berechnung: 'Listenverkaufspreis (netto): 25.060,93 €', 'Umsatzsteuer: 19 % von 2…

8.Fassen wir zusammen: Basierend auf unseren Eingabewerten und dem standardisierten Kalkulationsschema beträgt der Listenverkaufspreis (netto) für die Maschinenkomponente 25.060,93 € und der Bruttoverkaufspreis 29.822,51 €. Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung der Bezugsgrößen für Zuschlagssätze oder die fehlerhafte Rückwärtsrechnung bei Skonto und Rabatt. Viele ziehen den Prozentsatz direkt ab, anstatt durch (1-Satz) zu dividieren. Stell dir die Preisermittlung wie den Bau eines Gebäudes vor: Jede Etage baut auf der vorherigen auf, und Skonto oder Rabatt sind wie Rückvergütungen, die du vom Endpreis herunterrechnest. Wenn du diesen Prozess verstanden hast, bist du bestens vorbereitet. Weiter so!

VisuellMit einer Zusammenfassung der gesamten Kalkulation. Zeige alle Zwischenergebnisse und das Endergebnis: 'Materialkosten: 5.500,00 €', 'Herstellkosten der Fertigung: 15.200,00 €', 'Selbstkosten: 17.480,00 €', 'Barverkaufspreis: 20.976,00 €…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Lernmaterial
Klar strukturiert für fokussiertes Lernen
Transparenzhinweis: Dieses Lernmaterial wurde (teilweise) KI-gestützt erstellt und wird fortlaufend überprüft und verbessert.
Zusammenfassung

Die Preisermittlung im Industriebetrieb ist ein systematischer Prozess zur Berechnung von Verkaufspreisen basierend auf der Vollkostenrechnung. Ziel ist es, alle Kosten zu decken und einen Gewinn zu erzielen. Wichtige Schritte umfassen die Zuordnung von Einzel- und Gemeinkosten sowie die korrekte Rückwärtsrechnung bei Skonto und Rabatt.

Ausführliche Erklärung

EINLEITUNG

Die Preisermittlung im Industriebetrieb ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Sie ermöglicht es, Verkaufspreise zu kalkulieren, die alle Kosten decken und einen Gewinn sicherstellen. Ein systematisches Vorgehen ist unerlässlich, um sowohl Über- als auch Unterkalkulationen zu vermeiden.

KERNPUNKTE

Die Preisermittlung basiert auf der Vollkostenrechnung, insbesondere der Zuschlagskalkulation. Einzelkosten wie Material- und Fertigungseinzelkosten werden direkt einem Produkt zugeordnet, während Gemeinkosten über Zuschlagssätze verteilt werden. Sondereinzelkosten fallen spezifisch für einzelne Aufträge an. Die Berechnung beginnt mit den Materialkosten, gefolgt von den Fertigungskosten, den Verwaltungsgemeinkosten und den Vertriebsgemeinkosten, um die Selbstkosten zu ermitteln. Ein Gewinnzuschlag wird auf die Selbstkosten angewendet, um den Barverkaufspreis zu erhalten. Skonto und Rabatt erfordern eine Rückwärtsrechnung, um den Ziel- und Listenverkaufspreis korrekt zu bestimmen.

PRAXISBEZUG

In der Praxis muss ein Industriekaufmann oder eine Industriekauffrau bei der Kalkulation eines Angebots alle Kosten korrekt berücksichtigen, um wettbewerbsfähige Preise zu erzielen. Ein Beispiel: Bei Herstellkosten von 15.787,67 Euro ergeben 5% Verwaltungsgemeinkosten und 3% Vertriebsgemeinkosten Selbstkosten von 17.200,68 Euro. Ein Gewinnzuschlag von 10% führt zu einem Barverkaufspreis von 18.920,75 Euro. Für 2% Skonto wird der Zielverkaufspreis durch Division des BVP durch 0,98 auf 19.306,89 Euro berechnet.

FAZIT

Die korrekte Preisermittlung erfordert ein präzises Verständnis der Kostenstruktur und der Berechnungsmethoden. Fehler bei der Rückwärtsrechnung von Skonto und Rabatt sind häufig und sollten vermieden werden. Das Kalkulationsschema bietet eine strukturierte Vorgehensweise, um sicherzustellen, dass alle relevanten Kosten berücksichtigt werden.

Keywords
Preisermittlung
Industriebetrieb
Kalkulationsschema
Vollkostenrechnung
Zuschlagskalkulation
Einzelkosten
Gemeinkosten
Skonto
Rabatt
Selbstkosten
Übungsfragen
8 Fragen
Trainiere dein Wissen zu diesem Thema
Hinweis: Die Quizfragen wurden (teilweise) KI-gestützt generiert.
Frage 1 von 8
Leicht
Was ist das Ziel der Preisermittlung im Industriebetrieb?
Frage 2 von 8
Leicht
Welche Kosten werden direkt einem Produkt zugeordnet?
Frage 3 von 8
Mittel
Warum ist die Rückwärtsrechnung bei Skonto wichtig?
Frage 4 von 8
Mittel
Welche Rolle spielen Gemeinkosten in der Zuschlagskalkulation?
Frage 5 von 8
Mittel
Wie werden Verwaltungsgemeinkosten in der Kalkulation berücksichtigt?
Frage 6 von 8
Mittel
Ein Kunde zahlt innerhalb des Zahlungsziels ohne Skonto. Welchen Preis zahlt er?
Frage 7 von 8
Schwer
Ein Industriekaufmann hat die Herstellkosten ermittelt. Was ist der nächste Schritt?
Frage 8 von 8
Schwer
Ein Unternehmen gewährt 5% Rabatt. Wie wird der Listenverkaufspreis berechnet?

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