Lernmodul
Preisuntergrenzen
Kurzfristige Entscheidungen vorbereiten.
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Modul für angehende Industriekaufleute. Wir tauchen heute tief in ein entscheidendes Thema der Kosten- und Leistungsrechnung ein: die Preisuntergrenzen. Dieses Wissen ist absolut prüfungsrelevant und hilft dir, fundierte Entscheidungen in deinem späteren Berufsleben zu treffen. Lass uns gemeinsam verstehen, wie du den Mindestpreis für Produkte oder Dienstleistungen richtig kalkulierst.
Lernziele
- Die Lernenden können die kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze definieren und ihre jeweiligen Anwendungsbereiche benennen.
- Die Lernenden sind in der Lage, variable und fixe Kosten korrekt zu identifizieren und zur Berechnung beider Preisuntergrenzen anzuwenden.
- Die Lernenden können anhand eines praktischen Beispiels die kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze ermitteln und die Ergebnisse für unternehmerische Entscheidungen interpretieren.
1.Stell dir vor, du betreibst einen Imbissstand. Die Miete für den Stand, dein Gehalt und die Stromkosten fallen immer an, egal wie viele Hotdogs du verkaufst. Das sind deine fixen Kosten. Die Kosten für die Wurst, das Brötchen und den Senf hingegen ändern sich mit jedem Hotdog, den du zubereitest. Das sind deine variablen Kosten. Wenn du einen Hotdog verkaufst, möchtest du natürlich mindestens die variablen Kosten decken, sonst legst du bei jedem Verkauf drauf. Das ist die Grundidee der Preisuntergrenze. Unternehmen stehen oft vor der Frage, welchen Mindestpreis sie verlangen müssen, um kurz- oder langfristig zu überleben oder einen Sonderauftrag anzunehmen, der die Kapazitäten auslastet. Genau hier helfen uns die Preisuntergrenzen, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Existenz des Unternehmens zu sichern.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein belebter Imbissstand mit einem freundlichen Verkäufer, der einen Hotdog zubereitet. Im Hintergrund sind Kunden zu sehen. Der Fokus liegt auf dem Hotdog und den Händen des Verkäufers.
2.Preisuntergrenzen sind die absoluten Mindestpreise, die ein Unternehmen für seine Produkte oder Dienstleistungen verlangen muss, um bestimmte Kosten zu decken. Sie sind unverzichtbar für die Preispolitik und die Vorbereitung wichtiger Entscheidungen. Wir unterscheiden hierbei zwei Hauptarten: die kurzfristige und die langfristige Preisuntergrenze. Bevor wir ins Detail gehen, klären wir drei zentrale Begriffe: Variable Kosten sind Kosten, die sich mit der Produktionsmenge ändern, wie Material oder Fertigungslöhne. Fixe Kosten fallen unabhängig von der Produktionsmenge an, zum Beispiel Miete oder Gehälter der Verwaltung. Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Erlös und den variablen Kosten und zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung übrig bleibt.
VisuellTitel 'Preisuntergrenzen – Grundlagen'. Darunter eine Definition von Preisuntergrenzen. Anschließend drei Boxen nebeneinander mit den Überschriften 'Variable Kosten', 'Fixe Kosten' und 'Deckungsbeitrag' und jeweils einer kurzen Definitio…
3.Die kurzfristige Preisuntergrenze, auch absolute Preisuntergrenze genannt, deckt ausschließlich die variablen Kosten pro Stück. Das bedeutet, wenn du diesen Preis erzielst, hast du zumindest die direkten Kosten der Produktion gedeckt. Jeder Preis darunter würde bedeuten, dass du bei jedem verkauften Stück zusätzlich Geld verlierst, über deine Fixkosten hinaus. Die Formel ist denkbar einfach: KPU gleich variable Kosten pro Stück. Diese Untergrenze ist besonders relevant für kurzfristige Entscheidungen, zum Beispiel wenn du freie Kapazitäten auslasten möchtest, einen Sonderauftrag annimmst oder dich in einer Krisensituation befindest, in der es darum geht, zusätzliche Verluste zu vermeiden. Es ist eine Notlösung, die aber kurzfristig die Liquidität sichern kann.
VisuellTitel 'Kurzfristige Preisuntergrenze (KPU)'. Darunter eine prägnante Definition der KPU. Eine Formelbox mit 'KPU = Variable Kosten pro Stück'. Eine Liste der Anwendungsbereiche wie 'Sonderaufträge', 'Auslastung freier Kapazitäten' und 'K…
4.Im Gegensatz dazu steht die langfristige Preisuntergrenze, auch normale Preisuntergrenze genannt. Sie deckt nicht nur die variablen Kosten pro Stück, sondern auch alle fixen Kosten pro Stück. Nur wenn du diesen Preis erzielst, kannst du langfristig alle deine Aufwendungen decken und die Existenz deines Unternehmens sichern. Die Formel lautet: LPU gleich variable Kosten pro Stück plus fixe Kosten pro Stück. Die LPU ist die Basis für deine langfristige Preispolitik und die Sicherung der Unternehmensrentabilität. Unterschreitest du die langfristige Preisuntergrenze dauerhaft, führt dies unweigerlich zu Verlusten und gefährdet die Existenz deines Unternehmens. Sie ist also der Richtwert für deinen regulären Verkaufspreis.
VisuellTitel 'Langfristige Preisuntergrenze (LPU)'. Darunter eine prägnante Definition der LPU. Eine Formelbox mit 'LPU = Variable Kosten pro Stück + Fixe Kosten pro Stück'. Eine Liste der Anwendungsbereiche wie 'Langfristige Preispolitik', 'Ex…
5.Um die Unterschiede noch klarer zu machen, schauen wir uns beide Preisuntergrenzen im Vergleich an. Die kurzfristige Preisuntergrenze deckt, wie wir gelernt haben, nur die variablen Kosten. Ihr Ziel ist es, zusätzliche Verluste zu vermeiden und Kapazitäten kurzfristig auszulasten. Ihr Entscheidungshorizont ist, wie der Name schon sagt, kurzfristig, zum Beispiel bei Sonderaufträgen. Die langfristige Preisuntergrenze hingegen deckt variable und fixe Kosten. Ihr Ziel ist die Deckung aller Kosten, die langfristige Existenzsicherung und die Gewinnerzielung. Sie ist für die langfristige Standardpreispolitik relevant. Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung dieser beiden Untergrenzen. Merke: Die KPU ist eine Notlösung, die LPU die Basis für ein nachhaltiges Geschäft. Bei Unterschreitung der KPU erhöht sich dein Verlust über die Fixkosten hinaus, während eine dauerhafte Unterschreitung der LPU die langfristige Existenz deines Unternehmens gefährdet.
VisuellEine übersichtliche Vergleichstabelle mit den Spalten 'Kriterium', 'Kurzfristige Preisuntergrenze' und 'Langfristige Preisuntergrenze'. Die Zeilen sollten 'Kostenarten', 'Ziel', 'Entscheidungshorizont' und 'Konsequenz bei Unterschreitung…
6.Jetzt wenden wir unser Wissen in einem praktischen Beispiel an. Die Metallbau GmbH produziert hochwertige Edelstahlgeländer. Aufgrund eines Nachfragerückgangs hat sie freie Kapazitäten. Ein Großkunde bietet einen Sonderauftrag für 500 Geländer zu einem niedrigen Preis an. Die Geschäftsleitung muss entscheiden, ob sie den Auftrag annimmt. Dazu schauen wir uns die Kosten an: Materialeinzelkosten 100 Euro, Fertigungseinzelkosten 80 Euro und variable Gemeinkosten 50 Euro pro Stück. Die fixen Gemeinkosten gesamt betragen 60.000 Euro und die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten fix gesamt 40.000 Euro. Die reguläre Produktionsmenge, auf die wir die Fixkosten pro Stück umlegen, beträgt 500 Stück. Zuerst ermitteln wir die variablen Kosten pro Stück: 100 Euro plus 80 Euro plus 50 Euro ergeben 230 Euro. Dann die gesamten fixen Kosten: 60.000 Euro plus 40.000 Euro sind 100.000 Euro. Daraus ergeben sich fixe Kosten pro Stück von 200 Euro, basierend auf der regulären Produktionsmenge von 500 Stück.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein moderner Industriebetrieb, die 'Metallbau GmbH', in dem hochwertige Edelstahlgeländer gefertigt werden. Maschinen stehen teilweise still, um freie Kapazitäten zu symbolisieren. Ein Mitarbeiter sc…
7.Mit diesen Werten können wir nun die Preisuntergrenzen für die Metallbau GmbH berechnen. Die kurzfristige Preisuntergrenze, die KPU, entspricht den variablen Kosten pro Stück. Das sind exakt 230,00 Euro. Das bedeutet, für den Sonderauftrag müsste der Großkunde mindestens 230 Euro pro Geländer zahlen, damit die Metallbau GmbH bei diesem Auftrag zumindest keinen zusätzlichen Verlust macht, der über die Fixkosten hinausgeht. Jeder Euro darüber trägt bereits zur Deckung der Fixkosten bei. Die langfristige Preisuntergrenze, die LPU, ergibt sich aus den variablen Kosten pro Stück plus den fixen Kosten pro Stück. Das sind 230,00 Euro plus 200,00 Euro, also insgesamt 430,00 Euro. Dieser Preis von 430 Euro pro Geländer ist notwendig, um langfristig alle Kosten zu decken und rentabel zu wirtschaften. Wenn der Sonderauftrag also einen Preis über 230 Euro bietet, aber unter 430 Euro liegt, kann er kurzfristig sinnvoll sein, um freie Kapazitäten zu nutzen und den Deckungsbeitrag zur Fixkostendeckung zu erhöhen.
VisuellTitel 'Rechenbeispiel: Metallbau GmbH'. Eine klare Darstellung der Berechnung der KPU: 'KPU = Variable Kosten pro Stück = 230,00 €'. Darunter die Berechnung der LPU: 'LPU = Variable Kosten pro Stück + Fixe Kosten pro Stück = 230,00 € + 2…
8.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Preisuntergrenzen ein unverzichtbares Werkzeug für deine Entscheidungsfindung sind. Um fundierte Entscheidungen zu treffen, folge einem klaren Prozess: 1. **Kostenanalyse:** Identifiziere und trenne variable und fixe Kosten präzise. 2. **Berechnung der Preisuntergrenzen:** Ermittle kurzfristige (KPU) und langfristige (LPU) Preisuntergrenze. 3. **Markt- und Wettbewerbsanalyse:** Bewerte die aktuelle Marktsituation und Preise der Konkurrenz. 4. **Kapazitätsprüfung:** Analysiere, ob freie Kapazitäten vorhanden sind oder ob der Auftrag die reguläre Produktion beeinträchtigt. 5. **Strategische Bewertung:** Vergleiche den potenziellen Angebotspreis mit KPU und LPU und berücksichtige kurz- sowie langfristige Auswirkungen. 6. **Entscheidungsfindung:** Triff eine fundierte Entscheidung, die zur Unternehmensstrategie passt. Für die IHK-Prüfung ist es entscheidend, die unterschiedlichen Kostenarten genau zu identifizieren und korrekt zuzuordnen. Achte auf Formulierungen wie 'Sonderauftrag bei freier Kapazität', die auf die KPU hindeuten, oder 'langfristige Preisgestaltung' für die LPU.
VisuellTitel 'Entscheidungsprozess & Prüfungstipps'. Eine nummerierte Liste der 'Anwendung von Preisuntergrenzen im Entscheidungsprozess' mit 6 detaillierten Schritten: 1. Kostenanalyse, 2. Berechnung KPU/LPU, 3. Markt-/Wettbewerbsanalyse, 4. K…
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Hey du! In diesem Video tauchen wir gemeinsam in ein Rechenbeispiel zur Preisuntergrenze ein. Die Metallbau GmbH hat einen Sonderauftrag für Edelstahlgeländer erhalten und muss entscheiden, ob dieser angenommen werden soll. Wir berechnen Schritt für Schritt die kurzfristige und die langfristige Preisuntergrenze, damit die Geschäftsleitung eine fundierte Entscheidung treffen kann.
Lernziele
- Die kurzfristige Preisuntergrenze (KPU) anhand gegebener variabler Kosten korrekt berechnen können.
- Die langfristige Preisuntergrenze (LPU) unter Berücksichtigung variabler und fixer Kosten pro Stück korrekt berechnen können.
1.Unser Szenario: Die Metallbau GmbH, ein mittelständischer Industriebetrieb, produziert hochwertige Edelstahlgeländer. Aufgrund eines plötzlichen Nachfragerückgangs gibt es freie Produktionskapazitäten. Ein Großkunde bietet einen Sonderauftrag für 500 Geländer an, möchte aber einen sehr niedrigen Preis verhandeln. Wir müssen nun die Preisuntergrenzen berechnen, um zu entscheiden, ob der Auftrag angenommen werden soll. Lass uns direkt mit den Berechnungen starten!
Visuell'Metallbau GmbH – Sonderauftrag Edelstahlgeländer' | 'Aufgabe: Preisuntergrenzen berechnen' | 'Entscheidungsfrage: Auftrag annehmen?' | 'Berechnung der kurzfristigen (KPU) und langfristigen (LPU) Preisuntergrenze.'
2.Zuerst schauen wir uns die gegebenen Werte an. Diese sind entscheidend für unsere Kalkulation. Die Formel für die kurzfristige Preisuntergrenze, kurz KPU, ist einfach: Sie entspricht den variablen Kosten pro Stück. Das bedeutet, wir müssen alle variablen Kosten, die direkt mit der Produktion eines Geländers zusammenhängen, identifizieren und addieren. Diese Kosten müssen mindestens gedeckt sein.
Visuell'Gegebene Werte:' | '- Materialeinzelkosten: 100,00 € pro Stück' | '- Fertigungseinzelkosten: 80,00 € pro Stück' | '- Variable Gemeinkosten: 50,00 € pro Stück' | '- Fixe Gemeinkosten gesamt: 50.000,00 €' | '- Verwaltungs- und Vertriebsge…
3.Beginnen wir mit dem ersten Rechenschritt zur Ermittlung der variablen Kosten pro Stück. Wir addieren einfach alle variablen Kostenbestandteile, die uns pro Geländer entstehen. Dazu gehören die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die variablen Gemeinkosten. Diese Summe bildet die Basis für unsere kurzfristige Preisuntergrenze. Halt die Zahlen bereit, wir rechnen es gemeinsam aus!
Visuell'Schritt 1: Variable Kosten pro Stück bestimmen' | 'Materialeinzelkosten: 100,00 €' | '+ Fertigungseinzelkosten: 80,00 €' | '+ Variable Gemeinkosten: 50,00 €' | '= Variable Kosten pro Stück'
4.Wenn wir die Werte aus Schritt 1 addieren, erhalten wir: 100 Euro Materialeinzelkosten plus 80 Euro Fertigungseinzelkosten plus 50 Euro variable Gemeinkosten. Das ergibt insgesamt 230 Euro. Diese 230 Euro sind unsere variablen Kosten pro Stück und damit auch direkt unsere kurzfristige Preisuntergrenze. Das bedeutet, unter diesem Preis würde die Metallbau GmbH bei jedem Geländer Verluste machen, die nicht einmal die direkten Kosten decken.
Visuell'Schritt 2: Kurzfristige Preisuntergrenze (KPU)' | 'Materialeinzelkosten: 100,00 €' | '+ Fertigungseinzelkosten: 80,00 €' | '+ Variable Gemeinkosten: 50,00 €' | '= Variable Kosten pro Stück: 230,00 €' | 'KPU = 230,00 € pro Stück'
5.Als Nächstes wenden wir uns der langfristigen Preisuntergrenze, der LPU, zu. Sie berücksichtigt nicht nur die variablen, sondern auch die fixen Kosten. Die Formel lautet: Variable Kosten pro Stück plus fixe Kosten pro Stück. Bevor wir die fixen Kosten pro Stück berechnen können, müssen wir die gesamten fixen Kosten ermitteln. Dazu zählen die fixen Gemeinkosten und die fixen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten.
Visuell'Formel LPU: Variable Kosten pro Stück + Fixe Kosten pro Stück' | 'Schritt 3: Gesamte fixe Kosten ermitteln' | 'Fixe Gemeinkosten gesamt: 50.000,00 €' | '+ Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten fix gesamt: 30.000,00 €' | '= Gesamte fixe…
6.Die gesamten fixen Kosten ergeben sich aus der Summe der fixen Gemeinkosten von 50.000 Euro und der fixen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten von 30.000 Euro. Das sind zusammen 80.000 Euro. Um die fixen Kosten pro Stück zu erhalten, teilen wir diesen Betrag durch die reguläre Produktionsmenge von 400 Stück. So wissen wir, wie viel Fixkosten rechnerisch auf jedes einzelne Geländer entfallen.
Visuell'Schritt 4: Fixe Kosten pro Stück berechnen' | 'Gesamte fixe Kosten: 50.000,00 € + 30.000,00 € = 80.000,00 €' | 'Produktionsmenge regulär: 400 Stück' | 'Fixe Kosten pro Stück = 80.000,00 € / 400 Stück = 200,00 € pro Stück'
7.Jetzt haben wir alle notwendigen Werte, um die langfristige Preisuntergrenze zu berechnen. Wir addieren unsere bereits ermittelten variablen Kosten pro Stück von 230 Euro zu den gerade berechneten fixen Kosten pro Stück von 200 Euro. Diese Summe ist unsere langfristige Preisuntergrenze. Nur wenn dieser Preis erzielt wird, kann die Metallbau GmbH langfristig alle Kosten decken und wirtschaftlich erfolgreich sein.
Visuell'Schritt 5: Langfristige Preisuntergrenze (LPU) bestimmen' | 'Variable Kosten pro Stück: 230,00 €' | '+ Fixe Kosten pro Stück: 200,00 €' | '= LPU: 430,00 € pro Stück'
8.Fassen wir zusammen: Die KPU beträgt 230 Euro, die LPU 430 Euro. Für den Sonderauftrag bedeutet das, ein Preis von mindestens 230 Euro deckt die variablen Kosten. Langfristig sind 430 Euro nötig, um alle Kosten zu decken. Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von KPU und LPU oder das Nichtberücksichtigen aller Kosten. Stell dir einen Imbissstand vor: Die KPU sind die Zutatenkosten pro Hotdog. Die LPU deckt zusätzlich Miete und dein Gehalt. Nur mit der LPU ist der Imbiss langfristig rentabel.
Visuell'Ergebnisse und Interpretation' | 'Kurzfristige Preisuntergrenze (KPU): 230,00 €' | 'Langfristige Preisuntergrenze (LPU): 430,00 €' | 'Fazit: Für den Sonderauftrag muss ein Preis von mindestens 230,00 € erzielt werden, um die variablen K…
Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.
In diesem Modul lernen angehende Industriekaufleute die Konzepte der kurzfristigen und langfristigen Preisuntergrenzen kennen, um fundierte geschäftliche Entscheidungen zu treffen.
EINLEITUNG
Die Preisuntergrenzen sind ein zentrales Element der Kosten- und Leistungsrechnung und entscheidend für die Preispolitik eines Unternehmens. Sie helfen, den Mindestpreis für Produkte oder Dienstleistungen zu bestimmen, um die Existenz des Unternehmens zu sichern.
KERNPUNKTE
Variable Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge, während fixe Kosten unabhängig davon anfallen. Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt. Die kurzfristige Preisuntergrenze deckt nur die variablen Kosten und ist für kurzfristige Entscheidungen relevant. Die langfristige Preisuntergrenze deckt sowohl variable als auch fixe Kosten und sichert die langfristige Rentabilität.
PRAXISBEZUG
Ein Imbissstand muss mindestens die variablen Kosten pro Hotdog decken, um kurzfristig keinen Verlust zu machen. Langfristig müssen alle Kosten gedeckt werden, um rentabel zu bleiben. Ein praktisches Beispiel zeigt, wie die Metallbau GmbH die Preisuntergrenzen für einen Sonderauftrag berechnet, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
FAZIT
Preisuntergrenzen sind unerlässlich für fundierte unternehmerische Entscheidungen. Sie helfen, Kosten zu analysieren, Preisuntergrenzen zu berechnen und strategische Entscheidungen zu treffen, die zur Unternehmensstrategie passen.
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