Lernmodul
Zusatzaufträge
Wirtschaftlichkeit zusätzlicher Aufträge beurteilen.
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Video! Heute tauchen wir in ein spannendes und zugleich prüfungsrelevantes Thema ein: die Beurteilung von Zusatzaufträgen. Stell dir vor, dein Unternehmen erhält ein Angebot für einen einmaligen Auftrag zu einem besonders niedrigen Preis. Lohnt sich das für uns? Genau diese Frage werden wir heute systematisch beantworten.
Lernziele
- Die relevanten Kostenarten für die Beurteilung von Zusatzaufträgen identifizieren und unterscheiden können.
- Den Deckungsbeitrag eines Zusatzauftrags berechnen und seine Bedeutung für die Entscheidungsfindung erläutern können.
- Quantitative und qualitative Faktoren bei der Annahme oder Ablehnung von Zusatzaufträgen abwägen und begründen können.
1.Stell dir vor, ein potenzieller Kunde fragt bei deinem Unternehmen an, ob ihr kurzfristig eine größere Menge eines Produkts liefern könnt, allerdings zu einem Preis, der unter dem üblichen Listenpreis liegt. Das ist ein klassischer Zusatzauftrag. Solche Aufträge sind meist einmalig oder unregelmäßig, haben oft kürzere Fristen und weichen preislich oder mengenmäßig von unseren Standardkonditionen ab. Der entscheidende Unterschied zu regulären Aufträgen liegt darin, dass wir für Zusatzaufträge oft bereits freie Kapazitäten nutzen können, die sonst ungenutzt blieben. Die große Frage ist dann: Lohnt sich das überhaupt für uns, auch wenn der Preis auf den ersten Blick niedrig erscheint? Wir müssen genau hinschauen, um die Wirtschaftlichkeit richtig zu beurteilen und keine Fehlentscheidungen zu treffen. Das ist nicht nur im Alltag wichtig, sondern auch eine typische Prüfungsfrage.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein junger Industriekaufmann und eine erfahrene Industriekauffrau sitzen in einem modernen Büro vor einem großen Bildschirm, auf dem ein Diagramm mit Umsätzen und Kosten zu sehen ist. Sie besprechen…
2.Die Beurteilung von Zusatzaufträgen ist komplex, weil wir nicht nur die kurzfristigen Auswirkungen auf den Gewinn betrachten dürfen, sondern auch die langfristigen Konsequenzen für das Unternehmen. Kurzfristig mag ein Auftrag attraktiv erscheinen, weil er freie Kapazitäten auslastet und zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Langfristig könnten aber negative Effekte auf unsere Stammkunden, das Unternehmensimage oder die zukünftige Preispolitik entstehen. Hier kommt die Kosten- und Leistungsrechnung ins Spiel. Sie liefert uns die nötigen Zahlen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Unser Ziel ist es, keine falschen Entscheidungen zu treffen, die zwar kurzfristig profitabel aussehen, uns aber langfristig schaden könnten. Eine genaue Analyse ist unerlässlich und hilft, typische Prüfungsfallen zu vermeiden, bei denen nur die kurzfristige Sichtweise betrachtet wird.
VisuellEine Überschrift 'Zusatzaufträge: Warum die Beurteilung komplex ist', darunter zwei Spalten mit den Überschriften 'Kurzfristig' und 'Langfristig' und Stichpunkten wie 'Deckung variabler Kosten', 'Auslastung', 'Image', 'Kundenbeziehung'.…
3.Für die Beurteilung von Zusatzaufträgen sind die Kostenarten entscheidend. Beginnen wir mit den variablen Kosten. Das sind Kosten, die sich proportional zur Produktionsmenge ändern. Wenn wir mehr produzieren, steigen sie, produzieren wir weniger, sinken sie. Typische Beispiele sind die direkten Materialkosten, die Fertigungslöhne, wenn sie leistungsbezogen sind, oder variable Gemeinkosten wie der Energieverbrauch pro hergestellter Einheit. Bei einem Zusatzauftrag fallen diese Kosten immer zusätzlich an. Wenn wir den Auftrag annehmen, müssen wir das Material kaufen, die Mitarbeiter bezahlen und die Maschinen laufen lassen. Deshalb sind variable Kosten für die Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Zusatzauftrags immer relevant und müssen vollständig berücksichtigt werden. Merke: Ohne Deckung der variablen Kosten ist ein Zusatzauftrag niemals sinnvoll.
VisuellEine Überschrift 'Variable Kosten bei Zusatzaufträgen'. Darunter eine Liste mit Beispielen: 'Materialkosten', 'Fertigungslöhne (akkord)', 'Provisionszahlungen', 'Variable Gemeinkosten (z.B. Energieverbrauch pro Einheit)'. Eine Illustrati…
4.Im Gegensatz dazu stehen die fixen Kosten. Diese fallen unabhängig von der Produktionsmenge an, zumindest innerhalb relevanter Bereiche. Dazu gehören die Miete für die Produktionshalle, die Gehälter der Verwaltung oder die Abschreibungen für Maschinen. Wenn wir freie Kapazitäten haben und einen Zusatzauftrag annehmen, fallen diese fixen Kosten nicht zusätzlich an – sie entstehen ja sowieso. Daher sind sie bei der Entscheidung über einen Zusatzauftrag oft nicht relevant. Doch Vorsicht: Wenn der Zusatzauftrag unsere Kapazitätsgrenzen erreicht und wir dafür andere, reguläre Aufträge ablehnen müssten, entstehen Opportunitätskosten. Das sind die entgangenen Erlöse des besten alternativen Auftrags, den wir nicht annehmen konnten. In diesem Fall werden auch fixe Kosten, die durch eine Kapazitätserweiterung nötig wären, wieder relevant. Dies ist eine häufige Prüfungsfalle: Fixkosten sind nur relevant, wenn sie durch den Zusatzauftrag *zusätzlich* entstehen oder eine Kapazitätsengpass hervorrufen.
VisuellEine Überschrift 'Fixe Kosten, Kapazitätsgrenzen und Opportunitätskosten'. Darunter Beispiele für fixe Kosten: 'Miete', 'Gehälter der Verwaltung', 'Abschreibungen'. Ein Diagramm zeigt eine waagerechte Linie für Fixkosten. Ein Warnsymbol…
5.Der Deckungsbeitrag ist die entscheidende Kennzahl für Zusatzaufträge. Er berechnet sich ganz einfach als Umsatz minus die variablen Kosten. Ein positiver Deckungsbeitrag bedeutet, dass der Zusatzauftrag nicht nur seine eigenen variablen Kosten deckt, sondern auch einen Beitrag zur Deckung der fixen Kosten leistet und somit den Gesamtgewinn des Unternehmens erhöht. Der Mindestpreis für einen Zusatzauftrag ist daher der Preis, der mindestens die variablen Kosten deckt – der sogenannte Grenzkostenpreis. Liegt der Angebotspreis darüber, ist der Deckungsbeitrag positiv und der Auftrag grundsätzlich wirtschaftlich interessant, vorausgesetzt, wir haben freie Kapazitäten. Jeder Euro Deckungsbeitrag hilft uns, unsere fixen Kosten zu tragen, die ja sowieso anfallen würden. Ein positiver Deckungsbeitrag ist die notwendige, aber nicht immer hinreichende Bedingung für die Annahme eines Zusatzauftrags.
VisuellEine große Formel 'Deckungsbeitrag = Umsatz - variable Kosten'. Darunter eine Erläuterung: 'Bedeutung für Zusatzaufträge: Mindestpreis (Grenzkostenpreis)', 'Beitrag zur Fixkostendeckung'. Ein stilisiertes Barometer zeigt den Deckungsbeit…
6.Neben den rein monetären Aspekten müssen wir auch die qualitativen Faktoren berücksichtigen. Ein Zusatzauftrag kann zwar einen positiven Deckungsbeitrag liefern, aber gleichzeitig unser Unternehmensimage schädigen, wenn wir zum Beispiel aufgrund des niedrigen Preises eine mindere Qualität liefern müssen. Oder er könnte unsere Stammkunden verärgern, wenn deren Aufträge wegen des Zusatzauftrags verzögert werden. Positiv hingegen könnte ein Zusatzauftrag eine neue Kundenbeziehung aufbauen, die zu zukünftigen, regulären Aufträgen führt, oder er kann die Auslastung unserer Mitarbeiter in einer schwachen Phase sichern und so die Motivation erhalten. Auch die langfristige Lieferfähigkeit und unser Ruf als zuverlässiger Partner sind wichtige Aspekte. Diese nicht-monetären Faktoren sind oft schwer zu quantifizieren, aber für eine ganzheitliche Entscheidung unerlässlich. Sie können sogar einen positiven Deckungsbeitrag überwiegen, wenn die Risiken zu groß sind.
VisuellEine Überschrift 'Qualitative Faktoren: Mehr als nur Zahlen'. Darunter Icons und Stichpunkte: 'Kundenbeziehungen' (Handschlag), 'Unternehmensimage' (Daumen hoch), 'Mitarbeiterzufriedenheit' (lächelnde Person), 'Zukünftige Aufträge' (Pfei…
7.Fassen wir zusammen: Die Entscheidung für oder gegen einen Zusatzauftrag ist ein systematischer Prozess, der sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte berücksichtigt. Stellen wir uns vor, die 'Möbelmanufaktur Holzwerk' erhält einen Zusatzauftrag für 100 spezielle Stühle zu einem Stückpreis von 80 Euro. Zuerst ermitteln wir die variablen Kosten: Für jeden Stuhl fallen Materialkosten von 30 Euro, variable Fertigungslöhne von 20 Euro und variable Gemeinkosten von 5 Euro an. Die variablen Kosten pro Stuhl betragen also 55 Euro. Für den gesamten Auftrag sind das 5.500 Euro. Als Nächstes berechnen wir den Deckungsbeitrag: Bei einem Verkaufspreis von 80 Euro pro Stuhl und variablen Kosten von 55 Euro pro Stuhl erzielen wir einen Stück-Deckungsbeitrag von 25 Euro. Für den gesamten Auftrag sind das 2.500 Euro. Dieser positive Deckungsbeitrag trägt zur Deckung der fixen Kosten bei. Drittens prüfen wir unsere Kapazitäten: Die Manufaktur hat derzeit freie Kapazitäten in der Fertigung, sodass keine regulären Aufträge verschoben werden müssen und keine Opportunitätskosten entstehen.
VisuellEine Überschrift 'Systematische Entscheidungsfindung am Beispiel'. Darunter ein Kasten mit dem 'Fallbeispiel: Möbelmanufaktur Holzwerk'. Zeige eine Tabelle mit 'Kosten pro Stuhl' (Material: 30€, Fertigungslöhne: 20€, Variable GK: 5€, Ges…
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Rechenvideo! Du kennst bereits die Grundlagen zu Zusatzaufträgen. Heute tauchen wir gemeinsam in ein konkretes Beispiel ein, um die Wirtschaftlichkeit eines solchen Auftrags Schritt für Schritt zu prüfen.
Lernziele
- Die Berechnung des Deckungsbeitrags für einen Zusatzauftrag anhand konkreter Unternehmensdaten durchführen können.
- Die Relevanz variabler Kosten für kurzfristige Entscheidungen von fixen Kosten abgrenzen und den häufigsten Fehler bei der Kalkulation vermeiden können.
1.Die Metallbau Präzision GmbH hat einen potenziellen Zusatzauftrag für 150 spezielle Halterungen erhalten. Obwohl der angebotene Preis unter dem üblichen Listenpreis liegt, sieht der Vertrieb darin eine Chance für eine langfristige Kundenbeziehung. Unsere Aufgabe ist es nun, die Wirtschaftlichkeit dieses Auftrags zu prüfen. Wir müssen herausfinden, ob der Auftrag einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet, obwohl die Preise reduziert sind. Lass uns die relevanten Daten dafür genauer ansehen.
VisuellMit der Überschrift 'Rechenbeispiel: Zusatzauftrag Metallbau Präzision GmbH'. Darunter steht: 'Szenario: 150 spezielle Halterungen, Preis unter Listenpreis, 75% Fertigungsauslastung. Frage: Ist der Auftrag wirtschaftlich?'
2.Bevor wir mit der eigentlichen Berechnung starten, sammeln wir alle notwendigen Eingabewerte. Diese sind entscheidend für eine präzise Kalkulation. Wir haben einen angebotenen Preis von 70 Euro pro Halterung. Die variablen Materialkosten liegen bei 35 Euro, die variablen Fertigungskosten bei 15 Euro und die variablen Vertriebskosten bei 5 Euro pro Stück. Dazu kommt die Auftragsmenge von 150 Halterungen. Beachte, dass wir die fixen Kosten von 20 Euro pro Halterung hier bewusst nicht berücksichtigen, da sie für die kurzfristige Entscheidung über einen Zusatzauftrag irrelevant sind. Mehr dazu später!
VisuellMit der Überschrift 'Eingabewerte für den Zusatzauftrag'. Liste die folgenden Punkte auf: 'Angebotener Preis pro Halterung: 70,00 €', 'Variable Materialkosten pro Halterung: 35,00 €', 'Variable Fertigungskosten pro Halterung: 15,00 €', '…
3.Unser erster Schritt ist die Berechnung der variablen Kosten pro Halterung. Erinnerst du dich an die Formel? Variable Kosten sind die Kosten, die sich direkt mit der Produktionsmenge ändern. Für jede produzierte Halterung fallen Material-, Fertigungs- und Vertriebskosten an. Wir addieren diese einfach zusammen: 35 Euro für Material, 15 Euro für die Fertigung und 5 Euro für den Vertrieb. Das ergibt dann die gesamten variablen Kosten pro einzelner Halterung. Lass uns das direkt umsetzen.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 1: Variable Kosten pro Halterung'. Zeige die Rechnung: 'Variable Materialkosten + Variable Fertigungskosten + Variable Vertriebskosten = Variable Kosten pro Halterung'. Darunter die Zahlen: '35,00 € + 15,00 € + 5,0…
4.Nachdem wir die variablen Kosten pro Halterung kennen, können wir nun die variablen Gesamtkosten für den gesamten Auftrag berechnen. Dafür multiplizieren wir die variablen Kosten pro Stück mit der Anzahl der Halterungen, also 55 Euro mal 150 Stück. Gleichzeitig ermitteln wir den Gesamterlös für den Auftrag. Hierfür nehmen wir den angebotenen Preis pro Halterung, also 70 Euro, und multiplizieren ihn ebenfalls mit der Auftragsmenge von 150 Stück. Diese beiden Werte sind die Basis für unsere finale Deckungsbeitragsrechnung.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 2 & 3: Gesamtkosten und Gesamterlös'. Zeige die Rechnungen: 'Variable Gesamtkosten: 55,00 €/Stück * 150 Stück = 8.250,00 €'. Darunter: 'Gesamterlös: 70,00 €/Stück * 150 Stück = 10.500,00 €'.
5.Jetzt kommen wir zum Kern der Sache: der Berechnung des Deckungsbeitrags für diesen Zusatzauftrag. Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn wir von unserem Gesamterlös die variablen Gesamtkosten abziehen. Dieser Betrag steht uns dann zur Verfügung, um unsere fixen Kosten zu decken und idealerweise einen Gewinn zu erzielen. Wir nehmen also den zuvor berechneten Gesamterlös von 10.500 Euro und subtrahieren davon die variablen Gesamtkosten von 8.250 Euro. Das Ergebnis zeigt uns, welchen positiven Beitrag dieser Auftrag leistet.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 4: Deckungsbeitrag berechnen'. Zeige die Formel und Rechnung: 'Deckungsbeitrag = Gesamterlös - Variable Gesamtkosten'. Darunter die Zahlen: '10.500,00 € - 8.250,00 € = 2.250,00 €'.
6.Wir haben einen positiven Deckungsbeitrag von 2.250 Euro errechnet. Das bedeutet, dass der Zusatzauftrag wirtschaftlich ist, da er mehr Erlös generiert, als er an variablen Kosten verursacht. Jeder Euro über den variablen Kosten trägt zur Deckung der fixen Kosten bei, die ohnehin anfallen würden. Denk an unser Taxi-Beispiel: Das Taxi fährt ohnehin (fixe Kosten wie Versicherung). Wenn der Fahrer einen zusätzlichen Fahrgast zu einem reduzierten Preis mitnehmen kann, der zumindest die Benzinkosten (variable Kosten) deckt, ist das sinnvoll. Jeder Euro darüber hilft, die festen Kosten zu decken, die sonst ungedeckt blieben.
VisuellMit der Überschrift 'Interpretation des Deckungsbeitrags'. Zeige den berechneten Deckungsbeitrag: 'Deckungsbeitrag: 2.250,00 €'. Darunter steht: 'Positiver Deckungsbeitrag bedeutet: Auftrag ist wirtschaftlich, da er zur Deckung der Fixko…
7.Fassen wir unsere Berechnung zusammen: Der Zusatzauftrag für die 150 Halterungen ist wirtschaftlich, da er einen positiven Deckungsbeitrag von 2.250 Euro generiert. Die benötigten Kapazitäten sind mit 75 Prozent Auslastung verfügbar, ohne andere Aufträge zu verdrängen. Ein häufiger Fehler ist hierbei, fixe Kosten in die Kalkulation einzubeziehen. Da fixe Kosten wie Miete oder Gehälter unabhängig vom Zusatzauftrag anfallen, sind sie für die kurzfristige Entscheidung irrelevant. Ihre Einbeziehung würde fälschlicherweise dazu führen, potenziell profitable Aufträge abzulehnen. Konzentriere dich bei Zusatzaufträgen immer auf die variablen Kosten und den erzielbaren Erlös!
VisuellMit der Überschrift 'Zusammenfassung & Häufiger Fehler'. Zeige den vollständigen Rechenweg: '1. Variable Kosten pro Halterung: 35€ + 15€ + 5€ = 55,00€', '2. Variable Gesamtkosten: 55,00€ * 150 = 8.250,00€', '3. Gesamterlös: 70,00€ * 150…
Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.
Die Beurteilung von Zusatzaufträgen erfordert eine sorgfältige Analyse von variablen und fixen Kosten sowie der Deckungsbeiträge. Neben den monetären Aspekten müssen auch qualitative Faktoren berücksichtigt werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
EINLEITUNG
Die Beurteilung von Zusatzaufträgen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung, da sie die Fähigkeit eines Unternehmens beeinflusst, kurzfristige Gewinne zu maximieren und langfristige Strategien zu unterstützen. Zusatzaufträge sind oft einmalige Gelegenheiten, die zu einem niedrigeren Preis angeboten werden und die Nutzung freier Kapazitäten ermöglichen.
KERNPUNKTE
Die wichtigsten Kostenarten bei Zusatzaufträgen sind variable und fixe Kosten. Variable Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge und sind bei jedem Auftrag relevant. Fixe Kosten bleiben konstant, es sei denn, der Zusatzauftrag führt zu Kapazitätsengpässen. Der Deckungsbeitrag, berechnet als Umsatz minus variable Kosten, ist entscheidend für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Zusatzauftrags. Ein positiver Deckungsbeitrag trägt zur Deckung der fixen Kosten bei.
PRAXISBEZUG
Ein Beispiel: Ein Unternehmen erhält einen Zusatzauftrag für 100 Stühle zu 80 Euro pro Stück. Die variablen Kosten betragen 55 Euro pro Stuhl. Der Deckungsbeitrag pro Stuhl ist 25 Euro, insgesamt 2.500 Euro. Da freie Kapazitäten vorhanden sind, entstehen keine Opportunitätskosten.
FAZIT
Zusatzaufträge bieten Chancen zur Kapazitätsauslastung, erfordern jedoch eine gründliche Analyse der Kosten und der Auswirkungen auf das Unternehmen. Sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren müssen berücksichtigt werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
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