Lernmodul
Bedarfsermittlung und optimale Bestellmenge
Berechnung unter Berücksichtigung von Lager- und Bestellkosten.
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Modul für Kaufleute im E-Commerce! Heute tauchen wir tief in zwei entscheidende Themen ein, die den Erfolg deines Online-Shops maßgeblich beeinflussen: die Bedarfsermittlung und die optimale Bestellmenge. Du lernst, wie du genau weißt, was und wie viel du bestellen musst, um weder auf zu viel Ware sitzen zu bleiben noch deine Kunden zu enttäuschen. Bereite dich darauf vor, mit diesem Wissen nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch in der IHK-Prüfung zu glänzen!
Lernziele
- Du kannst die verschiedenen Arten des Bedarfs im E-Commerce definieren und Methoden zur Bedarfsermittlung anwenden.
- Du bist in der Lage, die optimale Bestellmenge mit der Andler-Formel zu berechnen und deren Annahmen sowie Grenzen kritisch zu beurteilen.
- Du verstehst den Zusammenhang zwischen Bedarfsermittlung, Bestellkosten, Lagerkosten und der gesamten Wirtschaftlichkeit im Online-Handel.
1.Stell dir vor, du bist für den Kaffee-Einkauf in deinem Büro verantwortlich. Wenn du zu wenig kaufst, sind deine Kollegen unzufrieden und können nicht arbeiten – das wären im E-Commerce entgangene Umsätze. Kaufst du zu viel, stapeln sich die Packungen, werden vielleicht schlecht und binden unnötig Kapital – das wären hohe Lagerkosten. Genau hier setzt die Bedarfsermittlung an: Sie ist der systematische Prozess, um genau festzustellen, wie viel Kaffee – oder in unserem Fall Produkte und Materialien – du für einen bestimmten Zeitraum benötigst. Die optimale Bestellmenge wiederum ist der Sweet Spot, bei dem die Gesamtkosten aus Einkauf und Lagerung am geringsten sind. Beide Konzepte sind im E-Commerce unerlässlich, um Fehlbestände und Überbestände zu vermeiden und somit die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit deines Online-Shops zu sichern.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein Büroangestellter steht vor einem leeren Kaffeeautomaten mit einem traurigen Gesicht, während im Hintergrund ein anderer Mitarbeiter vor einem Regal mit überquellenden Kaffeepackungen steht und si…
2.Die Bedarfsermittlung im E-Commerce zielt darauf ab, präzise Mengen für die Beschaffung zu ermitteln und so die Grundlage für eine effiziente Lagerhaltung zu schaffen. Dabei unterscheiden wir drei Bedarfsarten. Erstens, der Primärbedarf: Das sind die verkaufsfähigen Endprodukte oder Handelswaren, die du direkt an deine Kunden im Online-Shop verkaufst. Denk an die Gaming-Mäuse, Smartphones oder Modeartikel. Zweitens, der Sekundärbedarf: Hier geht es um Rohstoffe, Bauteile und Baugruppen, die du zur Herstellung des Primärbedarfs benötigst. Wenn du zum Beispiel personalisierten Schmuck verkaufst, sind das die Edelmetalle oder Gravur-Rohlinge. Und drittens, der Tertiärbedarf: Das sind die Hilfs- und Betriebsstoffe, die du für den Betrieb deines E-Commerce-Geschäfts brauchst, aber nicht direkt verkaufst. Dazu gehören Verpackungsmaterial, Füllmaterial, Klebeband oder Büromaterial.
Visuell'Arten des Bedarfs im E-Commerce' mit drei Spalten: 'Primärbedarf (Endprodukte, z.B. Gaming-Maus)', 'Sekundärbedarf (Rohstoffe, z.B. Edelmetalle für Schmuck)', 'Tertiärbedarf (Hilfsstoffe, z.B. Verpackungsmaterial)'. Jede Spalte hat ein…
3.Um den Bedarf zu ermitteln, stehen uns verschiedene qualitative und quantitative Methoden zur Verfügung. Qualitative Methoden sind besonders nützlich, wenn wenig Vergangenheitsdaten vorliegen oder neue Produkte eingeführt werden. Hierzu zählen Expertenbefragungen, die Delphi-Methode, allgemeine Marktforschung, aber auch das Sammeln von Kundenfeedback durch Online-Bewertungen und Social Media Monitoring. Trendanalysen über Google Trends oder Fashion-Blogs sind ebenfalls wertvoll. Quantitative Methoden basieren auf Zahlen und lassen sich in vergangenheitsorientierte und zukunftsbezogene Ansätze unterteilen. Vergangenheitsorientiert bedeutet, wir analysieren historische Verkaufsdaten aus Shopsystemen und Warenwirtschaft, nutzen den gleitenden Durchschnitt oder die exponentielle Glättung. Zukunftsbezogene quantitative Methoden berücksichtigen zum Beispiel Auftragsbezogene Bedarfsermittlung durch Vorbestellungen oder Crowdfunding-Kampagnen sowie Schätzungen basierend auf geplanten Marketingaktionen oder saisonalen Ereignissen.
Visuell'Methoden der Bedarfsermittlung im E-Commerce'. Links: 'Qualitative Methoden' mit Icons für Umfrage, Social Media, Lupe. Rechts: 'Quantitative Methoden' mit Icons für Diagramm, Taschenrechner, Kalender. Darunter jeweils Stichpunkte zu de…
4.Die Bedarfsermittlung ist ein strukturierter Prozess, den wir in sechs Schritten durchlaufen. Erstens: Daten sammeln. Hier nutzen wir Verkaufsdaten aus unserem Shopsystem, analysieren Retourenquoten, Website-Traffic, Kundenrezensionen und Social Media Trends. Zweitens: Prognosezeitraum festlegen. Ob kurz-, mittel- oder langfristig, hängt vom Produktlebenszyklus, Lieferzeiten und unserer Marketingplanung ab. Drittens: Methode auswählen. Je nach Datenlage und Ziel entscheiden wir uns für qualitative oder quantitative Ansätze. Viertens: Bedarf berechnen oder schätzen. Wir ermitteln Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf und berücksichtigen gegebenenfalls Sicherheitsbestände, um Lieferengpässe zu vermeiden. Fünftens: Ergebnisse überprüfen und anpassen. Wir gleichen unsere Prognosen mit Marketingkampagnen, saisonalen Einflüssen, Lieferantenkapazitäten und Budgetvorgaben ab. Und sechstens: Bestellmengen ableiten. Die ermittelten Bedarfe bilden die Basis für unsere Beschaffungsplanung und die Berechnung der optimalen Bestellmenge.
Visuell'6 Schritte zur Bedarfsermittlung im E-Commerce'. Jeder Schritt ist nummeriert und hat eine kurze Beschreibung sowie ein passendes Piktogramm: 1. Daten sammeln (Lupe), 2. Prognosezeitraum festlegen (Kalender), 3. Methode auswählen (Entsc…
5.Nachdem wir den Bedarf ermittelt haben, geht es darum, die optimale Bestellmenge zu finden. Das Ziel ist es, die Summe aus Lagerkosten und Bestellkosten pro Periode zu minimieren. Hier entsteht ein klassischer Zielkonflikt: Bestellen wir oft und kleine Mengen, sind die Bestellkosten pro Bestellung hoch, aber die Lagerkosten niedrig. Bestellen wir selten und große Mengen, sinken die Bestellkosten pro Bestellung, aber die Lagerkosten steigen erheblich. Lagerkosten umfassen Miete, Versicherung, die Kapitalbindung im Lager, aber auch Verderb, Veralterung und die Kosten für externe Fulfillment-Dienstleister. Bestellkosten hingegen sind alle Kosten, die pro Bestellvorgang anfallen, wie die Bearbeitung der Bestellung, Transportkosten, Wareneingangsprüfung und Rechnungsprüfung. Um diesen Sweet Spot zu finden, nutzen wir die Andler-Formel, die wir uns gleich genauer ansehen werden.
Visuell'Optimale Bestellmenge: Zielkonflikt'. Eine Waage mit 'Bestellkosten' auf der einen Seite und 'Lagerkosten' auf der anderen Seite, die sich im Gleichgewicht befindet. Darunter Definitionen für 'Lagerkosten' (mit Symbolen für Lagerhalle,…
6.Kommen wir nun zur Berechnung der optimalen Bestellmenge mit der Andler-Formel. Sie lautet: Die optimale Bestellmenge ist die Quadratwurzel aus (zwei mal Jahresbedarf mal Bestellkosten pro Bestellung) geteilt durch (Einstandspreis pro Stück mal Lagerkostensatz). Nehmen wir unser Beispiel: Ein Online-Shop für Gaming-Mäuse. Der Jahresbedarf für das Modell 'HyperClick Pro' beträgt 9.800 Stück. Die Bestellkosten pro Bestellung liegen bei 65 Euro. Der Einstandspreis pro Maus ist 79 Euro 90 Cent und der Lagerkostensatz beträgt 12 Prozent. Setzen wir die Werte ein: Zuerst multiplizieren wir 2 mit 9.800 und 65, das ergibt 1.274.000. Dann multiplizieren wir 79,90 Euro mit 0,12, was 9,588 ergibt. Nun teilen wir 1.274.000 durch 9,588, das sind ungefähr 132.874. Und die Quadratwurzel daraus, gerundet, ist 365. Die optimale Bestellmenge für die 'HyperClick Pro' beträgt also 365 Stück.
Visuell'Andler-Formel: Berechnung der optimalen Bestellmenge'. Zeige die Formel klar und deutlich. Darunter das Rechenbeispiel für die 'HyperClick Pro' Gaming-Maus mit den exakten Zahlen und den Schritt-für-Schritt-Rechenweg bis zum Ergebnis '3…
7.So nützlich die Andler-Formel auch ist, wir müssen ihre Annahmen und Grenzen kennen. Sie geht von einem konstanten Jahresverbrauch, konstanten Bestell- und Lagerkosten sowie einem konstanten Einstandspreis aus, ohne Mengenrabatte oder Lieferengpässe. In der E-Commerce-Praxis ist das oft nicht der Fall. Mengenrabatte, Mindestbestellmengen der Lieferanten, saisonale Schwankungen oder die Notwendigkeit von Sicherheitsbeständen werden nicht berücksichtigt. Ein häufiger Fehler ist die ungenaue Erfassung der Lager- und Bestellkosten. Gerade im E-Commerce werden die Kosten für externe Fulfillment-Dienstleister oder die Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals oft unterschätzt. Auch die starre Anwendung ohne Berücksichtigung realer Gegebenheiten führt zu suboptimalen Ergebnissen. Und ganz wichtig für die Prüfung: Verwechsle niemals den Lagerkostensatz, also den Prozentsatz, mit den absoluten Lagerkosten pro Stück oder pro Jahr!
Visuell'Andler-Formel: Annahmen und Grenzen'. Links: 'Annahmen' mit Stichpunkten (konstanter Verbrauch, konstante Kosten etc.). Rechts: 'Grenzen in der Praxis' mit Stichpunkten (Mengenrabatte, saisonale Schwankungen, Mindestbestellmengen). Unte…
8.Fassen wir zusammen: Eine präzise Bedarfsermittlung und die Berechnung der optimalen Bestellmenge sind keine optionalen Extras, sondern fundamentale Säulen für das Bestandsmanagement und die Wirtschaftlichkeit deines E-Commerce-Unternehmens. Sie helfen dir, unnötige Kosten zu vermeiden und gleichzeitig die Lieferfähigkeit sicherzustellen, was direkt die Kundenzufriedenheit und deine Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Für deine IHK-Prüfung ist es entscheidend, nicht nur die Andler-Formel berechnen zu können, sondern auch ihre Annahmen kritisch zu würdigen und die Grenzen in der Praxis zu erkennen. Denk zum Beispiel an einen Schmuck-Online-Shop: Hier musst du Trends frühzeitig erkennen, um den Bedarf zu ermitteln, und gleichzeitig lange Lieferzeiten von Edelmetallen oder individualisierten Teilen berücksichtigen, um die optimale Bestellmenge trotz saisonaler Schwankungen zu planen. Meistere diese Konzepte und du bist bestens auf die Praxis und die Prüfung vorbereitet!
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine moderne, junge Frau sitzt an einem Laptop und plant die Bestellungen für ihren stilvollen Online-Schmuckshop. Im Hintergrund sind auf Regalen elegant präsentierte Schmuckstücke zu sehen. Sie hat…
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Hey, willkommen zu unserem Rechenvideo! Du hast das Erklärvideo zur Bedarfsermittlung und optimalen Bestellmenge bereits gesehen und kennst die Grundlagen. Jetzt tauchen wir gemeinsam in ein konkretes Beispiel ein, um die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Lernziele
- Die Andler-Formel zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge korrekt anwenden können.
- Die einzelnen Rechenschritte zur Bestimmung der optimalen Bestellmenge fehlerfrei durchführen und interpretieren können.
1.Stell dir vor, du arbeitest in einem Online-Shop für hochwertige Gaming-Mäuse. Dein Bestseller-Modell ist die 'HyperClick Pro'. Deine Aufgabe ist es, die optimale Bestellmenge für diese Maus zu ermitteln. Warum ist das wichtig? Weil wir vermeiden wollen, zu viele Mäuse zu lagern und unnötige Kosten zu verursachen, aber auch nicht zu wenige, um immer lieferfähig zu sein. Lass uns das Szenario genauer ansehen und die optimale Bestellmenge berechnen.
VisuellMit dem Titel 'Rechenbeispiel: Optimale Bestellmenge'. Zeige das Szenario: 'Ein Online-Shop für hochwertige Gaming-Mäuse möchte die optimale Bestellmenge für sein Bestseller-Modell 'HyperClick Pro' ermitteln.' Stelle die Frage: 'Wie hoch…
2.Bevor wir mit der Berechnung starten, identifizieren wir alle notwendigen Eingabewerte aus unserem Szenario. Der Jahresbedarf (J) für die 'HyperClick Pro' liegt bei 9.800 Stück. Die Bestellkosten pro Bestellung (B), inklusive Bearbeitung und Transport, betragen 65 €. Der Einstandspreis pro Gaming-Maus (E) beträgt 79,90 €. Und der Lagerkostensatz (L), der alle Lagerkosten abdeckt, liegt bei 12 % des Einstandspreises pro Jahr. Wichtig ist hier, den Lagerkostensatz als Dezimalzahl zu verwenden, also 0,12.
VisuellMit dem Titel 'Eingabewerte'. Liste die folgenden Werte auf: 'Jahresbedarf (J): 9.800 Stück', 'Bestellkosten pro Bestellung (B): 65 €', 'Einstandspreis pro Stück (E): 79,90 €', 'Lagerkostensatz (L): 12 % (0,12)'.
3.Für die Ermittlung der optimalen Bestellmenge nutzen wir die sogenannte Andler-Formel. Diese Formel hilft uns, den Punkt zu finden, an dem die Summe aus Bestellkosten und Lagerkosten am geringsten ist. Die Formel lautet: Die optimale Bestellmenge ist die Wurzel aus dem Quotienten von 'zweimal Jahresbedarf mal Bestellkosten pro Bestellung' geteilt durch 'Einstandspreis pro Stück mal Lagerkostensatz'. Sie mag auf den ersten Blick komplex wirken, aber wir gehen sie Schritt für Schritt durch.
VisuellMit dem Titel 'Die Andler-Formel'. Zeige die vollständige Formel: 'Optimale Bestellmenge = √((2 * Jahresbedarf * Bestellkosten pro Bestellung) / (Einstandspreis pro Stück * Lagerkostensatz))'.
4.Beginnen wir mit dem ersten Teil des Zählers. Wir multiplizieren den Jahresbedarf mit zwei, da die Formel diesen Faktor vorgibt. Unser Jahresbedarf liegt bei 9.800 Stück. Rechnen wir also 2 multipliziert mit 9.800 Stück. Das ergibt 19.600 Stück. Dieser Wert ist unser erster Teilschritt im Zähler der Formel.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 1: Zähler Teil 1 berechnen'. Zeige die Formel '2 * Jahresbedarf (J)' und die Berechnung '2 * 9.800 Stück = 19.600 Stück'.
5.Im zweiten Schritt vervollständigen wir den Zähler. Wir nehmen das Ergebnis aus dem ersten Schritt, also die 19.600 Stück, und multiplizieren es mit den Bestellkosten pro Bestellung. Diese betragen 65 Euro. Die Rechnung lautet also 19.600 multipliziert mit 65 Euro. Das ergibt 1.274.000 Euro. Damit haben wir den gesamten Zähler der Andler-Formel berechnet.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 2: Zähler vervollständigen'. Zeige die Formel '(2 * J) * Bestellkosten (B)' und die Berechnung '19.600 * 65 € = 1.274.000 €'.
6.Jetzt wenden wir uns dem Nenner der Formel zu. Hier multiplizieren wir den Einstandspreis pro Stück mit dem Lagerkostensatz. Der Einstandspreis beträgt 79,90 Euro und der Lagerkostensatz 12 Prozent, also 0,12. Die Berechnung ist somit 79,90 Euro multipliziert mit 0,12. Das Ergebnis ist 9,588 Euro. Dieser Wert repräsentiert die jährlichen Lagerkosten pro Stück der Gaming-Maus.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 3: Nenner berechnen'. Zeige die Formel 'Einstandspreis (E) * Lagerkostensatz (L)' und die Berechnung '79,90 € * 0,12 = 9,588 €'.
7.Nachdem wir Zähler und Nenner separat berechnet haben, führen wir nun die Division durch. Wir teilen den Zähler von 1.274.000 Euro durch den Nenner von 9,588 Euro. Das Ergebnis dieser Division ist etwa 132.874,426366 und so weiter. Dies ist ein Zwischenergebnis, das wir für den letzten Schritt benötigen. Achte darauf, hier möglichst viele Nachkommastellen mitzunehmen, um das Endergebnis nicht zu verfälschen.
VisuellMit dem Titel 'Schritt 4: Zwischenergebnis der Division'. Zeige die Formel '(2 * J * B) / (E * L)' und die Berechnung '1.274.000 € / 9,588 € = 132.874,426366...'.
8.Im letzten Schritt ziehen wir die Quadratwurzel aus unserem Zwischenergebnis von 132.874,426366. Das ergibt ungefähr 364,52 Stück. Da wir keine halben Mäuse bestellen können, runden wir diesen Wert auf ganze Stückzahlen. Gerundet ergibt sich eine optimale Bestellmenge von 365 Stück. Das bedeutet, dass die optimale Bestellmenge für die Gaming-Maus 'HyperClick Pro' gerundet 365 Stück beträgt. Ein häufiger Fehler ist die ungenaue Erfassung der Lager- und Bestellkosten oder die starre Anwendung der Formel ohne Berücksichtigung von Mindestbestellmengen oder Mengenrabatten. Stell dir vor, du planst den Kaffee-Einkauf für dein Büro: Die optimale Bestellmenge ist der Sweet Spot zwischen häufig kleinen Packungen (hohe Bestellkosten, niedrige Lagerkosten) und selten großen Packungen (niedrige Bestellkosten, hohe Lagerkosten).
VisuellMit dem Titel 'Schritt 5 & 6: Wurzel ziehen und runden'. Zeige die Formel 'Optimale Bestellmenge = √((2 * J * B) / (E * L))' und die Berechnungen: '√132.874,426366... = 364,52 Stück', '364,52 gerundet = 365 Stück'. Füge das Endergebnis a…
Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.
Lerne, wie du durch präzise Bedarfsermittlung und die Berechnung der optimalen Bestellmenge im E-Commerce Kosten sparen und die Kundenzufriedenheit steigern kannst.
EINLEITUNG
Die Bedarfsermittlung und die optimale Bestellmenge sind entscheidend für den Erfolg im E-Commerce. Sie helfen, Über- und Unterbestände zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit zu sichern.
KERNPUNKTE
Bedarfsermittlung umfasst die Analyse von Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf. Methoden zur Bedarfsermittlung sind qualitativ (z.B. Expertenbefragungen) und quantitativ (z.B. historische Verkaufsdaten). Die optimale Bestellmenge minimiert Lager- und Bestellkosten, berechnet mit der Andler-Formel: √((2 * Jahresbedarf * Bestellkosten) / (Einstandspreis * Lagerkostensatz)).
PRAXISBEZUG
Ein Online-Shop für Gaming-Mäuse nutzt die Andler-Formel: Jahresbedarf 9.800 Stück, Bestellkosten 65€, Einstandspreis 79,90€, Lagerkostensatz 12%. Die optimale Bestellmenge ist 365 Stück. Dies berücksichtigt keine Mengenrabatte oder Lieferengpässe.
FAZIT
Präzise Bedarfsermittlung und die optimale Bestellmenge sind fundamentale Säulen für das Bestandsmanagement. Sie sichern die Lieferfähigkeit und stärken die Wettbewerbsfähigkeit im E-Commerce.
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