Lernmodul
Gleichbehandlung und Antidiskriminierung (AGG)
Die Auszubildenden kennen die Grundprinzipien des AGG. Schwerpunkte: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Diskriminierungsmerkmale, Schutz vor Benachteiligung, Rechte der Beschäftigten
Du siehst eine Vorschau. Die erste Minute ist kostenlos.
Registriere dich kostenlos und wähle einen Plan um Videos in voller Länge zu sehen.
Transkript zum VideoAufklappen
Du stehst im Berufsalltag und möchtest sicherstellen, dass alle fair behandelt werden. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hilft dir dabei, Diskriminierung zu erkennen und zu vermeiden. Du lernst, welche Merkmale geschützt sind und welche Rechte du als Beschäftigter hast. Am Ende weißt du genau, wie du Diskriminierung verhindern und deine Rechte durchsetzen kannst.
Lernziele
- Verstehen der Grundprinzipien des AGG
- Erkennen von Diskriminierungsmerkmalen und Benachteiligungen
- Anwenden der Rechte der Beschäftigten nach dem AGG
1.Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, soll Diskriminierung im Arbeitsleben verhindern. Es schützt vor Benachteiligung aufgrund bestimmter Merkmale. Zu wissen, welche das sind, ist der erste Schritt, um Gleichbehandlung sicherzustellen.
2.Das AGG schützt vor Diskriminierung aufgrund von acht Merkmalen: Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität. Unser Merkmodell: 'REGRA WAS'.
3.Wenn du merkst, dass jemand aufgrund eines dieser Merkmale benachteiligt wird, kannst du Maßnahmen ergreifen. Ein Beispiel: Eine Kollegin wird wegen ihres Alters übergangen. Sprich das Thema offen an und informiere die Personalabteilung.
4.Ein häufiger Fehler ist, Diskriminierung nicht ernst zu nehmen. Das führt oft zu einem schlechten Betriebsklima. Korrektur: Nimm Hinweise ernst und unterstütze Betroffene aktiv.
5.Das AGG gibt dir das Recht, dich zu beschweren, wenn du diskriminiert wirst. Du kannst dich an den Betriebsrat oder die Antidiskriminierungsstelle wenden. Wichtig ist, dass du deine Rechte kennst und wahrnimmst.
6.Ein Mini-Fall: Ein Bewerber wird aufgrund seiner Religion benachteiligt. Die Personalabteilung entscheidet, den Bewerbungsprozess zu überarbeiten. Ergebnis: Mehr Vielfalt im Team.
7.Vermeide es, Diskriminierung zu ignorieren. Wenn du Diskriminierung wahrnimmst, dann handle sofort. Achte darauf, dass du immer die zuständigen Stellen informierst.
8.Prüfungs-Check: Wenn du in einer Aufgabe gefragt wirst, ob Diskriminierung vorliegt, prüfe die acht Merkmale. Wenn eines zutrifft und eine Benachteiligung erkennbar ist, dann handelt es sich um Diskriminierung nach dem AGG. Achte auch auf die Reaktion der Betroffenen und ob Maßnahmen ergriffen werden.
9.Ein weiterer Fehler: Zu denken, dass Gleichbehandlung automatisch passiert. Negative Folge: Ungleichheiten bleiben bestehen. Korrektur: Aktiv Maßnahmen ergreifen, um Gleichbehandlung zu fördern.
10.Ein zweiter Mini-Fall: Eine Mitarbeiterin fühlt sich wegen ihrer Behinderung benachteiligt. Nach einem Gespräch mit dem Vorgesetzten werden Anpassungen am Arbeitsplatz vorgenommen. Ergebnis: Die Mitarbeiterin kann nun effektiv arbeiten.
11.Vergleichen wir zwei Ansätze: Bei Diskriminierung aufgrund von Alter kann eine Schulung zur Sensibilisierung durchgeführt werden. Alternativ könnte das Unternehmen altersgerechte Arbeitsplätze schaffen. Beide Maßnahmen führen zu einem inklusiveren Arbeitsumfeld, jedoch hat die Arbeitsplatzanpassung oft direktere Auswirkungen.
12.Prüfungs-Check: Wenn du Diskriminierung erkennst, prüfe zunächst die Merkmale. Wenn ein Merkmal betroffen ist, dann dokumentiere den Vorfall. Danach informiere die zuständigen Stellen und fordere Maßnahmen ein. Achte darauf, dass die Reaktion angemessen ist und die Situation verbessert.
Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierung im Arbeitsleben. Es zielt darauf ab, Benachteiligungen aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität zu verhindern.
EINLEITUNG
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein zentrales Instrument, um Diskriminierung im Arbeitsumfeld zu verhindern. Es ist wichtig, da es die Chancengleichheit fördert und ein faires Arbeitsumfeld schafft.
KERNPUNKTE
Das AGG schützt vor Diskriminierung aufgrund von acht spezifischen Merkmalen: Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität. Diese Merkmale sind entscheidend, um Diskriminierung zu erkennen und zu vermeiden. Das Gesetz gibt den Beschäftigten das Recht, sich bei Diskriminierung zu beschweren und Maßnahmen zu ergreifen.
PRAXISBEZUG
In der Praxis bedeutet dies, dass ein Mitarbeiter, der aufgrund seiner Religion benachteiligt wird, das Recht hat, sich an den Betriebsrat oder die Antidiskriminierungsstelle zu wenden. Ein Beispiel ist, wenn eine Kollegin aufgrund ihres Alters übergangen wird. In solchen Fällen sollten Maßnahmen wie Schulungen oder Arbeitsplatzanpassungen ergriffen werden, um ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.
FAZIT
Das AGG ist ein entscheidendes Gesetz, um Diskriminierung im Arbeitsleben zu verhindern. Es ist wichtig, die geschützten Merkmale zu kennen und aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um Gleichbehandlung zu fördern.
Ähnliche Wiki-Artikel

Rechtsanwaltsfachangestellte: AGG in der Personalauswahl – einfach erklärt
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), oft auch Antidiskriminierungsgesetz genannt, hat das Ziel, Benachteiligungen aus bestimmten Gründen zu verhindern oder zu beseitigen. Im Kontext der Perso

Büromanagement: AGG gesetzliche Anforderungen Stellenausschreibungen – einfach erklärt
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), oft auch als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet, hat das Ziel, Benachteiligungen aus bestimmten Gründen zu verhindern oder zu beseitigen. Bei Stellenau

Verwaltungsfachangestellte: Rechtssichere Stellenausschreibung nach AGG – einfach erklärt
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll Diskriminierung verhindern. Für Stellenausschreibungen bedeutet das, dass du niemanden aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion o

Industriekaufmann: Gesetze zur Berufsausbildung – Rechte und Pflichten für Azubis – einfach erklärt
Die Grundlage deiner Ausbildung bilden mehrere wichtige Gesetze. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist das Herzstück, da es den Ausbildungsvertrag, die Rechte und Pflichten von Azubis und Betrieben sowi
Lernthemen aus anderen Ausbildungen

Rechtsanwaltsfachangestellte: Mutterschutzgesetz für schwangere Auszubildende – einfach erklärt
Die zentrale gesetzliche Schutzvorschrift für schwangere Auszubildende ist das Mutterschutzgesetz (MuSchG). Es schützt die Gesundheit der werdenden Mutter und ihres Kindes am Arbeitsplatz, sichert ihr

Industriekaufmann: BetrVG und Ausbildung – Rechte von Azubis und JAV einfach erklärt
Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) stärkt die Position der Auszubildenden, indem es dem Betriebsrat und der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) umfassende Beteiligungs-, Informations- und M

MFA: Jugendarbeitsschutzgesetz für Azubis in der Arztpraxis – einfach erklärt
Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) schützt Auszubildende unter 18 Jahren in der Arztpraxis durch klare Regeln zu Arbeitszeiten, Pausen, Ruhezeiten, Berufsschulbesuch und ärztlichen Untersuchunge

Steuerfachangestellte: Jugendarbeitsschutzgesetz Auszubildende – einfach erklärt
Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) gilt für alle Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Es schützt junge Menschen vor Überforderung und Gefahren am Arbeitsplatz, um ihre Ge