Lernmodul
Feedback geben und annehmen
Die Auszubildenden lernen Regeln für konstruktives Feedback kennen. Schwerpunkte: Sachlichkeit, Ich-Botschaften, Zeitnahes Feedback, Feedback annehmen
Du siehst eine Vorschau. Die erste Minute ist kostenlos.
Registriere dich kostenlos und wähle einen Plan um Videos in voller Länge zu sehen.
Transkript zum VideoAufklappen
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Video zum Thema Feedback! Als Auszubildende ist es super wichtig, zu wissen, wie man konstruktives Feedback gibt und annimmt. Das ist eine Schlüsselkompetenz, die deine Kommunikation und Teamarbeit maßgeblich verbessern wird. Wir zeigen dir heute, wie du Feedback effektiv nutzt, um dich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.
Lernziele
- Du verstehst die Definition und den Zweck von Feedback für deine Entwicklung.
- Du kennst und wendest die Regeln für konstruktives Feedback geben und annehmen an.
- Du kannst Feedback-Kompetenzen in beruflichen Situationen praktisch anwenden.
1.Was ist Feedback eigentlich genau und warum ist es für uns Azubis so wichtig? Feedback ist eine Rückmeldung über die Wirkung deines Verhaltens oder deiner Leistung auf andere Personen. Es ist kein Urteil, sondern ein Angebot, dich selbst besser zu verstehen. Stell dir Feedback wie einen Spiegel vor, den dir jemand vorhält. Er zeigt dir, wie dein Verhalten von außen wahrgenommen wird, damit du dich selbst besser sehen und bei Bedarf anpassen kannst. Du entscheidest, was du mit diesem Spiegelbild machst. Diese Fähigkeit, Feedback zu geben und anzunehmen, ist eine echte Schlüsselkompetenz. Sie fördert deine persönliche und berufliche Entwicklung, schärft deine Selbstwahrnehmung und verbessert die Zusammenarbeit im Team – und das ist für deine Ausbildung und spätere Karriere Gold wert.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine Gruppe junger Auszubildender sitzt in einem modernen Büro und bespricht etwas. Eine Person hält symbolisch einen stilisierten Spiegel hoch, in dem sich die Gruppe widerspiegelt. Die Atmosphäre i…
2.Der Zweck von konstruktivem Feedback ist klar: Es soll Lernprozesse anstoßen, deine Selbstwahrnehmung schärfen und die Zusammenarbeit verbessern. Konstruktives Feedback ist immer zielorientiert, sachlich und respektvoll. Aber was ist der Unterschied zu destruktivem Feedback? Konstruktives Feedback nutzt Ich-Botschaften, beschreibt beobachtbares Verhalten, ist sachlich und konkret, wird zeitnah gegeben und zielt auf Entwicklung ab. Es ist wertschätzend und konzentriert sich auf veränderbare Aspekte. Destruktives Feedback hingegen verwendet oft Du-Botschaften, bewertet die Person, ist verallgemeinernd und persönlich, wird oft verzögert oder gesammelt gegeben und dient eher der Abwertung oder Frustration. Es ist abwertend und verletzend und fokussiert auf Dinge, die man nicht ändern kann. Wir wollen natürlich immer konstruktiv sein!
VisuellEine Vergleichstabelle mit zwei Spalten. Überschrift links: 'Konstruktives Feedback', Überschrift rechts: 'Destruktives Feedback'. Darunter Stichpunkte: Ich-Botschaften vs. Du-Botschaften, Beschreibt Verhalten vs. Bewertet Person, Sachli…
3.Um konstruktives Feedback zu geben, gibt es einige wichtige Regeln. Erstens: Wähle den richtigen Zeitpunkt und Ort. Gib Feedback zeitnah zum Ereignis und unter vier Augen. Zweitens: Nutze Ich-Botschaften. Beschreibe deine eigene Wahrnehmung und deine Gefühle, zum Beispiel: 'Ich habe beobachtet, dass...' oder 'Ich empfinde...'. Vermeide Vorwürfe wie 'Du machst immer...'. Drittens: Sei konkret und beschreibend. Benenne das beobachtbare Verhalten, nicht deine Interpretationen. Statt 'Du bist immer unpünktlich', sag lieber: 'Gestern und heute bist du 10 Minuten zu spät gekommen.' Viertens: Bleibe sachlich. Konzentriere dich auf Fakten und das Verhalten, nicht auf die Person. Fünftens: Beschreibe die Wirkung. Erkläre, welche Auswirkungen das Verhalten hatte, zum Beispiel: 'Das hat dazu geführt, dass ich meine Arbeit nicht pünktlich beginnen konnte.' Sechstens: Hebe auch Positives hervor, um Wertschätzung zu zeigen. Und falls angebracht, kannst du einen Veränderungswunsch formulieren, aber niemals befehlen. Gib keine ungefragten Ratschläge, sondern fokussiere dich auf Beobachtung und Wirkung.
VisuellEine Liste mit dem Titel 'Regeln für konstruktives Feedback geben'. Die Liste enthält folgende Punkte: 1. Zeitpunkt und Ort wählen (zeitnah, unter vier Augen). 2. Ich-Botschaften nutzen (eigene Wahrnehmung, Gefühle). 3. Konkret und besch…
4.Schauen wir uns ein praktisches Beispiel an. Stell dir vor, Frau Müller möchte Max Feedback zu seinen Berichten geben. Sie sagt: 'Max, mir ist aufgefallen, dass du die letzten beiden Berichte einen Tag zu spät abgegeben hast. Das führt dazu, dass ich meine Arbeit nicht pünktlich beginnen kann, weil ich auf deine Daten angewiesen bin. Ich mache mir Sorgen, dass wir dadurch unsere Deadlines nicht einhalten können. Könntest du mir erzählen, warum das so war?' Hier sehen wir die Ich-Botschaft: 'Mir ist aufgefallen', die konkrete Verhaltensbeschreibung: 'Berichte einen Tag zu spät abgegeben', die Beschreibung der Wirkung: 'ich meine Arbeit nicht pünktlich beginnen kann' und die offene Frage, die Max zur Reflexion anregt. Frau Müller bleibt sachlich, konkret und wertschätzend, obwohl es um ein kritisches Thema geht. So kann Max das Feedback gut annehmen.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine Szene in einem modernen Büro. Eine erfahrene Mitarbeiterin, Frau Müller, sitzt einer jungen Auszubildenden, Max, gegenüber. Frau Müller spricht ruhig und direkt, während Max aufmerksam zuhört. A…
5.Feedback zu erhalten, ist oft eine Herausforderung, aber mit den richtigen Regeln wird es zu einer wertvollen Chance. Erstens: Höre aktiv zu und unterbrich nicht. Lass den Feedback-Geber ausreden, auch wenn es unangenehm ist. Zweitens: Frage nach, wenn etwas unklar ist. Zum Beispiel: 'Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen?' oder 'Was genau meinst du mit...?'. Drittens: Rechtfertige oder verteidige dich nicht sofort. Versuche, die Perspektive des anderen zu verstehen. Viertens: Bedanke dich für die Rückmeldung, selbst wenn sie kritisch ist. Ein einfaches 'Danke für deine Offenheit' zeigt Wertschätzung. Fünftens: Nimm dir Zeit zum Reflektieren. Überdenke das Feedback in Ruhe und entscheide, was du davon annehmen möchtest. Sechstens: Ziehe Konsequenzen. Plane gegebenenfalls Maßnahmen zur Verhaltensänderung und setze sie um. Und ganz wichtig: Kontrolliere deine Emotionen. Bleibe ruhig und offen, auch wenn das Feedback dich vielleicht ärgert oder traurig macht.
VisuellEine Liste mit dem Titel 'Regeln für konstruktives Feedback annehmen'. Die Liste enthält folgende Punkte: 1. Zuhören, nicht unterbrechen (aktiv zuhören). 2. Nachfragen (Unklarheiten klären). 3. Nicht rechtfertigen oder verteidigen (Persp…
6.Bleiben wir bei unserem Beispiel. Max hat das Feedback von Frau Müller gehört. Wie könnte er konstruktiv darauf reagieren? Er könnte sagen: 'Vielen Dank für deine Rückmeldung, Frau Müller. Ich verstehe, dass das zu Problemen führt, wenn meine Berichte zu spät kommen. Ich werde mir das zu Herzen nehmen und überlegen, wie ich das in Zukunft besser organisieren kann, damit die Berichte pünktlich sind. Könnten wir vielleicht nächste Woche kurz besprechen, was ich mir überlegt habe und ob das für Sie passt?' Max hört zu, bedankt sich, zeigt Verständnis und plant bereits Konsequenzen. Er geht nicht sofort in die Verteidigung, sondern bietet eine Lösung an und signalisiert seine Bereitschaft zur Verbesserung. So wird aus einer potenziellen Konfliktsituation ein konstruktiver Dialog, der die Zusammenarbeit stärkt.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Max, der junge Auszubildende aus dem vorherigen Bild, antwortet auf das Feedback von Frau Müller. Er wirkt nachdenklich, aber offen und respektvoll. Frau Müller nickt zustimmend. Die Kommunikation is…
7.Es gibt auch typische Fehler, die wir beim Feedback geben und annehmen vermeiden sollten. Beim Geben ist es ein häufiger Fehler, Kritik über einen längeren Zeitraum zu sammeln und dann in einem einzigen Gespräch 'auszuschütten'. Das ist destruktiv, weil der Bezug zum konkreten Verhalten fehlt und der Empfänger überfordert wird. Auch Du-Botschaften und Vorwürfe sind tabu. Beim Annehmen von Feedback ist ein häufiger Fehler, es als persönlichen Angriff zu verstehen und sofort in die Verteidigungshaltung zu gehen oder sogar Gegenangriffe zu starten. Das blockiert jede Chance auf Entwicklung. Denk daran: Feedback ist ein Angebot zur Weiterentwicklung, keine persönliche Kritik oder Beschwerde. Es ist die subjektive Wahrnehmung des Feedback-Gebers, die dir hilft, deine eigene Wirkung besser einzuschätzen.
VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Eine Szene in einem Büro, die zwei extreme Fehler beim Feedback darstellt. Links: Eine Person schreit eine andere Person an, die überfordert und defensiv wirkt (symbolisiert 'Ausschütten von Kritik')…
8.Fassen wir die Kernregeln zusammen: Gib Feedback zeitnah, konkret, sachlich und in Ich-Botschaften. Beschreibe die Wirkung und hebe Positives hervor. Nimm Feedback aktiv zuhörend, nachfragend und ohne Rechtfertigung an. Bedanke dich, reflektiere und ziehe Konsequenzen. Für die IHK-Prüfung ist es wichtig, dass du Fallbeispiele analysieren und beurteilen kannst, ob Feedback konstruktiv gegeben oder angenommen wurde. Achte dabei immer auf die Ich-Botschaft, Sachlichkeit und Zeitnähe. Begründe deine Antworten mit den gelernten Regeln. Diese Feedback-Kompetenzen sind entscheidend für deine Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Konfliktlösung im Berufsalltag. Nutze Feedback als Chance zur Weiterentwicklung, denn es macht dich zu einem wertvollen Mitglied jedes Teams!
VisuellEine Zusammenfassung der wichtigsten Regeln für Feedback geben und annehmen. Die Folie hat zwei Spalten: 'Feedback geben' und 'Feedback annehmen'. Darunter Stichpunkte: Geben: Zeitnah, Ich-Botschaften, Konkret, Sachlich, Wirkung beschrei…
Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.
Feedback ist eine Schlüsselkompetenz für Kommunikation und Teamarbeit. Es hilft, persönliche und berufliche Entwicklung durch konstruktive Rückmeldungen zu fördern. Konstruktives Feedback ist sachlich, respektvoll und zielorientiert, während destruktives Feedback oft abwertend ist. Regeln für effektives Feedback umfassen den richtigen Zeitpunkt, Ich-Botschaften und konkrete Beschreibungen.
EINLEITUNG
Feedback ist ein essenzielles Instrument zur Verbesserung der Kommunikation und Teamarbeit. Es ermöglicht es, die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere zu verstehen und sich weiterzuentwickeln. Für Auszubildende ist das Erlernen von Feedback-Kompetenzen entscheidend für den beruflichen Erfolg.
KERNPUNKTE
Feedback ist eine Rückmeldung über die Wirkung des eigenen Verhaltens. Konstruktives Feedback ist zielorientiert, sachlich und respektvoll, während destruktives Feedback abwertend und verallgemeinernd ist. Wichtige Regeln für konstruktives Feedback sind: zeitnahes Geben, Nutzung von Ich-Botschaften, konkrete und sachliche Beschreibungen, sowie das Hervorheben positiver Aspekte.
PRAXISBEZUG
Ein Beispiel für konstruktives Feedback: Frau Müller gibt Max Feedback zu verspäteten Berichten. Sie bleibt sachlich, beschreibt die Wirkung und regt zur Reflexion an. Max nimmt das Feedback an, bedankt sich und plant Verbesserungen. So wird aus einer potenziellen Konfliktsituation ein konstruktiver Dialog.
FAZIT
Feedback ist ein wertvolles Werkzeug zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Es fördert die Selbstwahrnehmung und verbessert die Zusammenarbeit. Die Anwendung der gelernten Regeln hilft, Feedback konstruktiv zu geben und zu empfangen, was entscheidend für den Erfolg im Berufsalltag ist.
Ähnliche Wiki-Artikel

Dialogmarketing: 3 Regeln für konstruktives Feedback – einfach erklärt
Konstruktives Feedback ist eine wertvolle Methode, um die Leistung und das Verhalten von Mitarbeitern gezielt zu verbessern. Es geht darum, dem Feedbacknehmer konkrete und umsetzbare Hinweise zu geben

Dialogmarketing: Feedback-Gespräch als Teamleiter – einfach erklärt
Ein gut vorbereitetes Feedback-Gespräch ist der Schlüssel zu konstruktiver Entwicklung. Es hilft dir, als Teamleiterin oder Teamleiter, deine Botschaft klar und sachlich zu vermitteln und gemeinsam mi

Industriekaufmann: Konstruktives Feedback in Teamarbeit – einfach erklärt
Stell dir vor, du bist in einem Team, das an einem Projekt arbeitet. Konstruktives Feedback ist der Schlüssel, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Es sollte spezifisch, zeitnah und umsetzbar sein. An

Hotelfach: Feedback-Kultur für interne Abläufe und kontinuierliche Verbesserung – einfach erklärt
Eine Feedback-Kultur bezeichnet die systematische und offene Praxis, Rückmeldungen zu Leistungen, Verhaltensweisen und Prozessen zu geben und zu empfangen. Sie ist entscheidend für die kontinuierliche
Lernthemen aus anderen Ausbildungen

Rechtsanwaltsfachangestellte: Zweck einer Feedbackregel in der Kommunikation – einfach erklärt
Stell dir vor, du bist in einem Mandantengespräch und möchtest sicherstellen, dass du die Anliegen des Mandanten richtig verstanden hast. Eine Feedbackregel hilft dir dabei, Missverständnisse zu verme

Erzieher: Wertschätzende Feedbackkultur etablieren, Burnout vorbeugen – einfach erklärt
Eine wertschätzende Feedbackkultur im Team zu etablieren, bedeutet, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle Teammitglieder sicher fühlen, offenes und konstruktives Feedback zu geben und zu empfange

Fachinformatiker: Welche Rolle spielt das Feedback des Nutze – einfach erklärt
Nutzerfeedback spielt eine absolut zentrale Rolle in der iterativen Oberflächenentwicklung. Es ermöglicht dir, direkt von den zukünftigen Anwendern zu erfahren, was gut funktioniert, wo es hakt und we

Büromanagement: Konstruktiver Umgang mit Kritik des Gesprächspartners – einfach erklärt
Konstruktiver Umgang mit Kritik bedeutet, die Rückmeldung nicht persönlich zu nehmen, sondern als Chance zur Verbesserung zu sehen. Es geht darum, aktiv zuzuhören, nachzufragen, die Kritik zu verstehe