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EVKOLA

Lernmodul

Rechnungsprüfung

Eingangsrechnungen sachlich und rechnerisch prüfen.

Produziert
Industriekaufmann / IndustriekauffrauLernfeld 4: Beschaffungsprozesse planen und steuern
Lernvideo
Kurz erklärt, prüfungsnah aufbereitet und leicht wiederholbar
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Hallo und herzlich willkommen zu unserem Lernvideo für angehende Industriekaufleute! Heute tauchen wir in ein absolut wichtiges Thema ein: die Rechnungsprüfung. Stell dir vor, du bist in deinem Ausbildungsbetrieb dafür verantwortlich, dass jede Zahlung korrekt ist und unser Unternehmen kein Geld verliert. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein entscheidender Schritt im Beschaffungsprozess, der unser Unternehmen vor Fehlern und finanziellen Einbußen schützt.

Lernziele

  • Du kannst Eingangsrechnungen systematisch auf sachliche und rechnerische Richtigkeit prüfen.
  • Du bist in der Lage, Abweichungen zu erkennen und die notwendigen Korrekturschritte einzuleiten.
  • Du verstehst die Bedeutung von Skontofristen und gesetzlichen Anforderungen (UStG, GoBD) für die Rechnungsprüfung und kannst diese anwenden.

1.Stell dir vor, du sitzt an deinem Schreibtisch und prüfst eine Eingangsrechnung. Plötzlich fällt dir auf: Die Menge der gelieferten Aluminiumprofile stimmt nicht mit der Bestellung überein! Was nun? Genau hier setzt die Rechnungsprüfung an. Sie ist unser Schutzschild gegen Fehlzahlungen, unnötige Kosten und rechtliche Probleme. Ohne eine sorgfältige Prüfung könnten wir für nicht gelieferte Ware bezahlen, zu hohe Preise akzeptieren oder wichtige Skontofristen verpassen. Das hätte direkte Auswirkungen auf unsere Liquidität und den Gewinn. Deshalb ist die Rechnungsprüfung ein essenzieller Bestandteil des Beschaffungsprozesses in unserem Industriebetrieb und deine Aufgabe als angehender Industriekaufmann oder Industriekauffrau.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein Azubi sitzt konzentriert an einem modernen Büroschreibtisch, vor ihm liegt eine ausgedruckte Rechnung und ein Tablet, auf dem eine digitale Bestellung angezeigt wird. Der Azubi zeigt mit dem Fing…

2.Die Rechnungsprüfung ist der systematische Prozess, bei dem wir alle eingehenden Rechnungen auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit überprüfen. Das übergeordnete Ziel ist klar: Wir wollen sicherstellen, dass nur korrekte und berechtigte Forderungen beglichen werden. Dadurch vermeiden wir Fehlzahlungen, halten alle rechtlichen Vorschriften ein und gewährleisten eine korrekte Verbuchung in unserer Finanzbuchhaltung. Im Wesentlichen gliedern wir die Rechnungsprüfung in zwei Hauptbereiche, die wir uns gleich genauer ansehen werden: die sachliche und die rechnerische Prüfung. Diese Trennung hilft uns, systematisch vorzugehen und nichts zu übersehen.

VisuellTitel 'Definition und Ziele der Rechnungsprüfung'. Inhalte: 'Definition: Systematische Überprüfung von Eingangsrechnungen auf sachliche und rechnerische Richtigkeit.' 'Ziele: Vermeidung von Fehlzahlungen, Einhaltung rechtlicher Vorschrif…

3.Beginnen wir mit der sachlichen Rechnungsprüfung. Hier geht es darum, ob die in Rechnung gestellte Leistung oder Ware tatsächlich bestellt, geliefert und in der richtigen Qualität und Menge erbracht wurde. Wir prüfen also, ob der Inhalt der Rechnung mit der Realität übereinstimmt. Als Prüfkriterien dienen uns die Menge, Art, Qualität, der Liefertermin, die Vollständigkeit der Lieferung und ob es Beschädigungen gab. Dafür benötigen wir unbedingt Referenzdokumente wie unsere Bestellung, den Lieferschein und die Wareneingangsmeldung. Gegebenenfalls ziehen wir auch Qualitätsprüfprotokolle oder Leistungsnachweise hinzu. Typischerweise liegt die Verantwortung für diese Prüfung bei den Fachabteilungen wie Einkauf, Lager oder der Produktion, da sie den direkten Bezug zur Ware oder Leistung haben.

VisuellTitel 'Die Sachliche Rechnungsprüfung'. Inhalte: 'Ziel: Übereinstimmung von Bestellung, Lieferung/Leistung und Rechnungsinhalt prüfen.' 'Prüfkriterien: Menge, Art, Qualität, Liefertermin, Vollständigkeit, Beschädigungen.' 'Referenzdokume…

4.Nach der sachlichen Prüfung folgt die rechnerische Rechnungsprüfung. Hier überprüfen wir die Korrektheit aller Zahlenwerte und Berechnungen auf der Rechnung. Das umfasst die Einzelpreise, Mengenansätze, Rabatte, Skonti, Frachtkosten, den korrekten Umsatzsteuersatz und -betrag sowie die Gesamtsumme. Als Referenzdokumente dienen uns hier vor allem die Bestellung für die vereinbarten Preise, unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Skontobedingungen und das Umsatzsteuergesetz für den korrekten Steuersatz. Ein besonders wichtiger Punkt ist das Skonto: Ein Preisnachlass bei schneller Zahlung. Die Nutzung von Skonto ist entscheidend für die Liquidität und Kostenersparnis unseres Unternehmens. Wenn wir Rechnungen fristgerecht mit Skontoabzug zahlen, sparen wir bares Geld, das uns sonst entgehen würde. Die rechnerische Prüfung liegt meist in der Verantwortung der Buchhaltung oder des Einkaufs.

VisuellTitel 'Die Rechnerische Rechnungsprüfung'. Inhalte: 'Ziel: Korrektheit aller Zahlenwerte und Berechnungen prüfen.' 'Prüfkriterien: Einzelpreise, Rabatte, Skonti, Frachtkosten, Umsatzsteuer, Endsumme.' 'Referenzdokumente: Bestellung (Prei…

5.Um die Rechnungsprüfung effektiv durchzuführen, folgen wir einem systematischen Ablauf. Zuerst erfolgt der Rechnungseingang und die Erfassung, oft digitalisiert. Dann ordnen wir die Rechnung dem passenden Bestellvorgang zu. Es folgt die sachliche Prüfung, bei der wir die Rechnungspositionen mit Bestellung, Lieferschein und Wareneingangsmeldung abgleichen. Danach kommt die rechnerische Prüfung, bei der wir alle Zahlen kontrollieren. Werden Abweichungen festgestellt, müssen diese sofort geklärt werden, entweder mit dem Lieferanten oder intern mit der zuständigen Fachabteilung. Erst nach erfolgreicher Klärung erfolgt die Freigabe zur Zahlung und die Kontierung sowie Verbuchung in der Finanzbuchhaltung. Dabei überwachen wir stets die Zahlungsfristen, um Skonto optimal zu nutzen. Zum Schluss wird die Rechnung gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen, insbesondere den GoBD, archiviert, um die Nachvollziehbarkeit und Prüfbarkeit jederzeit zu gewährleisten.

VisuellTitel 'Der systematische Ablauf der Rechnungsprüfung'. Visualisiere die Prozessschritte als Flussdiagramm oder nummerierte Liste: '1. Rechnungseingang', '2. Zuordnung', '3. Sachliche Prüfung', '4. Rechnerische Prüfung', '5. Klärung von A…

6.Lass uns das Ganze an einem konkreten Beispiel durchrechnen. Wir prüfen eine Rechnung für 350 kg Aluminiumprofile, bestellt zu 15,20 € pro kg. Ein Mengenrabatt von 2,5 % wurde vereinbart und es fallen 85 € Frachtkosten an. Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen gibt es 3 % Skonto. Der Umsatzsteuersatz beträgt 19 %. Zuerst der Netto-Warenwert: 350 kg mal 15,20 € pro kg ergibt 5.320,00 €. Davon ziehen wir den Rabatt ab: 5.320,00 € mal 2,5 % sind 133,00 €. Der Warenwert nach Rabatt beträgt also 5.187,00 €. Addieren wir die Frachtkosten von 85,00 €, erhalten wir einen Netto-Gesamtbetrag von 5.272,00 €. Darauf schlagen wir die Umsatzsteuer von 19 %: 5.272,00 € mal 0,19 sind 1.001,68 €. Der Brutto-Gesamtbetrag der Rechnung sollte somit 6.273,68 € betragen. Wenn wir fristgerecht zahlen, ziehen wir 3 % Skonto vom Brutto-Gesamtbetrag ab: 6.273,68 € mal 0,03 sind 188,21 €. Unser tatsächlicher Zahlungsbetrag reduziert sich dann auf 6.085,47 €. Das ist eine erhebliche Ersparnis!

VisuellTitel 'Rechenbeispiel: Aluminiumprofile'. Zeige die einzelnen Rechenschritte klar und strukturiert mit den Zahlen aus dem Briefing: '1. Netto-Warenwert: 350 kg * 15,20 € = 5.320,00 €', '2. Rabatt (2,5 %): 5.320,00 € * 0,025 = 133,00 €',…

7.Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die unzureichende sachliche Prüfung. Oft wird nur der Rechnungsbetrag mit dem Bestellwert verglichen, ohne die tatsächliche Lieferung, also Menge, Qualität oder mögliche Beschädigungen, zu kontrollieren. Ein weiterer Klassiker ist das Übersehen von Skontofristen durch zu späte Bearbeitung. Das kostet uns bares Geld und beeinträchtigt unsere Liquidität. Stell dir vor, du bestellst privat ein neues Möbelstück. Wenn es geliefert wird, prüfst du doch auch, ob es das richtige Modell ist und unbeschädigt ankam, bevor du die Rechnung bezahlst. Würdest du nur den Endbetrag zahlen, ohne zu prüfen, könntest du viel Geld verlieren. Genauso ist es im Unternehmen! Um diese Fehler zu vermeiden, ist ein systematisches Vorgehen und ein gutes Fristenmanagement unerlässlich.

VisuellGeneriere ein fotorealistisches Bild: Ein frustrierter Azubi sitzt vor einem Stapel Rechnungen und einem Computerbildschirm, der eine Fehlermeldung oder eine überschrittene Skontofrist anzeigt. Im Hintergrund ein chaotischer Schreibtisch…

8.Zum Abschluss noch ein Blick auf die gesetzlichen Anforderungen und ein wichtiger Prüfungstipp. Für den Vorsteuerabzug sind bestimmte Pflichtangaben auf Rechnungen gemäß § 14 UStG unerlässlich. Dazu gehören der vollständige Name und die Anschrift beider Parteien, die Steuernummer oder USt-ID des leistenden Unternehmers, das Ausstellungsdatum, eine fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Art der Leistung, der Zeitpunkt der Lieferung, das nach Steuersätzen aufgeschlüsselte Entgelt, der Steuersatz und der Steuerbetrag. Die GoBD wiederum fordern eine nachvollziehbare und prüfbare Rechnungsprüfung sowie die ordnungsgemäße Archivierung. Für die IHK-Prüfung gilt: Gehe bei fehlerhaften Rechnungen immer systematisch vor: Zuerst die sachliche Prüfung, dann die rechnerische. Dokumentiere jeden Prüfschritt und jede Abweichung klar. So bist du auf der sicheren Seite und vermeidest Fehler, die teuer werden können. Die Rechnungsprüfung ist somit ein Kernbereich deiner Ausbildung, der dich fit für die Praxis macht!

VisuellTitel 'Gesetzliche Anforderungen und Prüfungstipps'. Inhalte: 'Wichtige Pflichtangaben auf Rechnungen (§ 14 UStG) für den Vorsteuerabzug (Liste der Punkte).' 'Bedeutung der GoBD: Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, Nachvollziehbarkeit.' '…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Rechenbeispiel
Schritt-für-Schritt-Durchrechnung zum Thema
Vorschau · 1:00 Min
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Hey du! In diesem Video tauchen wir tief in die praktische Rechnungsprüfung ein. Du hast die Grundlagen bereits kennengelernt, und jetzt ist es Zeit, unser Wissen an einem konkreten Beispiel anzuwenden. Wir gehen gemeinsam Schritt für Schritt eine Eingangsrechnung durch und prüfen alle Posten, um den korrekten Zahlungsbetrag zu ermitteln.

Lernziele

  • Du kannst eine Eingangsrechnung systematisch und schrittweise auf ihre rechnerische Korrektheit überprüfen.
  • Du bist in der Lage, Netto-Warenwert, Rabatte, Frachtkosten, Umsatzsteuer, Skonto und den finalen Zahlungsbetrag korrekt zu ermitteln.

1.Bevor wir mit dem Rechnen beginnen, ist der erste und absolut entscheidende Schritt die sachliche Prüfung. Stell dir vor, du hast 350 kg Aluminiumprofile bestellt, zu einem Preis von 15,20 Euro pro Kilogramm. Die Rechnung kommt an, und wir vergleichen: Sind wirklich 350 kg geliefert worden? Und stimmt der Einzelpreis von 15,20 Euro mit unserer Bestellung überein? In unserem Beispiel passen diese Werte – Menge und Preis sind korrekt. Dieser Schritt ist essenziell, denn selbst die beste Rechnung nützt nichts, wenn die Ware nicht stimmt.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 1: Sachliche Prüfung'. Zeige die Werte: Menge: 350 kg (bestellt und geliefert), Einzelpreis: 15,20 €/kg (bestellt und in Rechnung gestellt). Füge hinzu: 'Ergebnis: Übereinstimmung mit Bestellung.'

2.Nachdem die sachliche Prüfung erfolgreich war, kümmern wir uns um den reinen Netto-Warenwert, also den Wert der Ware ohne Rabatte, Fracht oder Steuern. Die Formel ist hier ganz einfach: Menge mal Einzelpreis. Wir nehmen unsere 350 Kilogramm Aluminiumprofile und multiplizieren sie mit dem Einzelpreis von 15,20 Euro pro Kilogramm. Das ergibt einen Netto-Warenwert von 5.320,00 Euro. Dies ist unsere Basis, von der aus wir weiterrechnen.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 2: Netto-Warenwert berechnen'. Zeige die Formel: Netto-Warenwert = Menge * Einzelpreis. Darunter die Rechnung: 350 kg * 15,20 €/kg = 5.320,00 €.

3.Oft sind bei größeren Bestellungen Mengenrabatte vereinbart. In unserem Fall gab es einen Rabatt von 2,5 Prozent auf den Netto-Warenwert. Um den Rabattbetrag zu ermitteln, multiplizieren wir unseren Netto-Warenwert von 5.320,00 Euro mit den 2,5 Prozent. Das ergibt einen Rabatt von 133,00 Euro. Diesen Betrag ziehen wir dann vom ursprünglichen Netto-Warenwert ab, sodass wir bei einem Netto-Warenwert nach Rabatt von 5.187,00 Euro landen.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 3: Mengenrabatt abziehen'. Zeige die Formel: Rabatt = Netto-Warenwert * Rabattsatz. Darunter die Rechnung: 5.320,00 € * 2,5% = 133,00 €. Und das Ergebnis: 5.320,00 € - 133,00 € = 5.187,00 €.

4.Manchmal fallen zusätzlich zum Warenwert noch weitere Kosten an, wie zum Beispiel Frachtkosten für die Lieferung. Diese müssen wir zum Nettobetrag nach Abzug des Rabatts addieren, um den Netto-Gesamtbetrag zu erhalten, auf den später die Umsatzsteuer berechnet wird. In unserem Beispiel betragen die Frachtkosten 85,00 Euro. Wir addieren diese zu den 5.187,00 Euro aus dem vorherigen Schritt. Damit kommen wir auf einen Netto-Gesamtbetrag von 5.272,00 Euro.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 4: Frachtkosten addieren (Netto-Gesamt)'. Zeige die Formel: Netto-Gesamt = Netto nach Rabatt + Frachtkosten. Darunter die Rechnung: 5.187,00 € + 85,00 € = 5.272,00 €.

5.Jetzt kommt die Umsatzsteuer ins Spiel. Der reguläre Satz beträgt 19 Prozent. Wir berechnen die Umsatzsteuer auf unseren Netto-Gesamtbetrag von 5.272,00 Euro. Multipliziere diesen Betrag mit 19 Prozent. Das ergibt eine Umsatzsteuer von 1.001,68 Euro. Dieser Betrag wird später zum Netto-Gesamtbetrag addiert, um den Bruttobetrag der Rechnung zu erhalten.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 5: Umsatzsteuer berechnen'. Zeige die Formel: Umsatzsteuer = Netto-Gesamtbetrag * USt-Satz. Darunter die Rechnung: 5.272,00 € * 19% = 1.001,68 €.

6.Der Brutto-Gesamtbetrag ist der Betrag, der auf der Rechnung ausgewiesen wird, bevor mögliche Skontoabzüge berücksichtigt werden. Er setzt sich zusammen aus unserem Netto-Gesamtbetrag und der eben berechneten Umsatzsteuer. Wir addieren also die 5.272,00 Euro Netto-Gesamtbetrag mit den 1.001,68 Euro Umsatzsteuer. Das Ergebnis ist ein Brutto-Gesamtbetrag von 6.273,68 Euro. Dies ist der Betrag, den die Rechnung ausweisen sollte.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 6: Brutto-Gesamtbetrag berechnen'. Zeige die Formel: Brutto-Gesamt = Netto-Gesamtbetrag + Umsatzsteuer. Darunter die Rechnung: 5.272,00 € + 1.001,68 € = 6.273,68 €.

7.Ein wichtiger Punkt für die Liquidität deines Unternehmens ist das Skonto. In unserem Beispiel sind 3 Prozent Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen vereinbart. Wir berechnen den Skonto-Betrag auf den Brutto-Gesamtbetrag. Multipliziere die 6.273,68 Euro mit 3 Prozent. Das ergibt einen Skonto-Betrag von 188,21 Euro. Diesen Betrag können wir sparen, wenn wir die Zahlungsfrist einhalten. Eine gute Rechnungsprüfung achtet immer auch auf solche Einsparpotenziale.

VisuellMit dem Titel 'Schritt 7: Skonto-Betrag berechnen'. Zeige die Formel: Skonto-Betrag = Brutto-Gesamtbetrag * Skontosatz. Darunter die Rechnung: 6.273,68 € * 3% = 188,21 €.

8.Kommen wir zum finalen Zahlungsbetrag, falls wir das Skonto nutzen. Wir ziehen den Skonto-Betrag von 188,21 Euro vom Brutto-Gesamtbetrag von 6.273,68 Euro ab. Der zu zahlende Betrag beläuft sich somit auf 6.085,47 Euro. Die Rechnung ist rechnerisch korrekt, wenn sie einen Brutto-Gesamtbetrag von 6.273,68 Euro ausweist. Denk immer daran, auch die sachliche Prüfung nicht zu vernachlässigen. Ein häufiger Fehler ist, nur den Endbetrag zu prüfen, ohne die tatsächliche Lieferung zu kontrollieren oder Skontofristen zu übersehen. Stell dir das wie beim Möbelkauf vor: Du prüfst, ob das richtige Möbelstück geliefert wurde und ob der Preis auf der Rechnung stimmt – nur so sparst du Geld und vermeidest Ärger!

VisuellMit dem Titel 'Schritt 8: Zahlungsbetrag bei Skonto'. Zeige die Formel: Zahlungsbetrag = Brutto-Gesamtbetrag - Skonto-Betrag. Darunter die Rechnung: 6.273,68 € - 188,21 € = 6.085,47 €. Füge eine Zusammenfassung hinzu: 'Ergebnis: Brutto-G…

Hinweis: Dieses Transkript dient als barrierefreie Textalternative gemäß BFSG / WCAG 1.2.1. Die zusätzlichen „Visuell“-Hinweise beschreiben die wichtigsten Bildinhalte und erfüllen damit auch die Anforderung an eine Media-Alternative (WCAG 1.2.3) für Nutzer:innen, die das Video nicht sehen können. Eingeblendete Untertitel (WCAG 1.2.2) lassen sich im Player über das CC-Symbol ein- und ausschalten.

Lernmaterial
Klar strukturiert für fokussiertes Lernen
Transparenzhinweis: Dieses Lernmaterial wurde (teilweise) KI-gestützt erstellt und wird fortlaufend überprüft und verbessert.
Zusammenfassung

Die Rechnungsprüfung ist ein entscheidender Schritt im Beschaffungsprozess, der sicherstellt, dass Zahlungen korrekt und rechtzeitig erfolgen. Sie schützt das Unternehmen vor Fehlzahlungen und gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Die Prüfung umfasst die sachliche und rechnerische Kontrolle von Eingangsrechnungen.

Ausführliche Erklärung

EINLEITUNG

Die Rechnungsprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil des Beschaffungsprozesses in Unternehmen. Sie stellt sicher, dass nur korrekte und berechtigte Forderungen beglichen werden, was das Unternehmen vor finanziellen Verlusten schützt und die Liquidität sichert.

KERNPUNKTE

Die Rechnungsprüfung gliedert sich in zwei Hauptbereiche: die sachliche und die rechnerische Prüfung. Die sachliche Prüfung überprüft, ob die in Rechnung gestellte Ware oder Leistung tatsächlich bestellt, geliefert und in der richtigen Qualität und Menge erbracht wurde. Die rechnerische Prüfung kontrolliert die Korrektheit aller Zahlenwerte, wie Einzelpreise, Rabatte, Skonti und den Umsatzsteuersatz. Skonto ist besonders wichtig, da es bei fristgerechter Zahlung zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

PRAXISBEZUG

Ein Beispiel verdeutlicht den Prozess: Eine Rechnung über 350 kg Aluminiumprofile zu 15,20 € pro kg ergibt einen Netto-Warenwert von 5.320,00 €. Nach Abzug eines Rabatts von 2,5 % und Hinzufügung von 85 € Frachtkosten beträgt der Netto-Gesamtbetrag 5.272,00 €. Mit 19 % Umsatzsteuer ergibt sich ein Brutto-Gesamtbetrag von 6.273,68 €. Bei fristgerechter Zahlung mit 3 % Skonto reduziert sich der Betrag auf 6.085,47 €.

FAZIT

Die Rechnungsprüfung ist unerlässlich, um finanzielle Verluste zu vermeiden und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten. Ein systematisches Vorgehen und gutes Fristenmanagement sind entscheidend, um Fehler zu vermeiden und die Unternehmensliquidität zu sichern.

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Fehlzahlungen
Finanzbuchhaltung
GoBD
Übungsfragen
8 Fragen
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Hinweis: Die Quizfragen wurden (teilweise) KI-gestützt generiert.
Frage 1 von 8
Leicht
Was ist das Hauptziel der Rechnungsprüfung?
Frage 2 von 8
Leicht
Welche Dokumente sind für die sachliche Rechnungsprüfung notwendig?
Frage 3 von 8
Mittel
Warum ist die Nutzung von Skonto für ein Unternehmen wichtig?
Frage 4 von 8
Mittel
Welche Verantwortung hat die Buchhaltung bei der Rechnungsprüfung?
Frage 5 von 8
Mittel
Welche Folgen hat eine unzureichende sachliche Prüfung?
Frage 6 von 8
Schwer
Ein Unternehmen erhält eine Rechnung über 500 kg Stahl zu 10 € pro kg mit 5 % Rabatt und 100 € Frachtkosten. Wie hoch ist der Netto-Gesamtbetrag?
Frage 7 von 8
Schwer
Wie sollte ein Unternehmen vorgehen, wenn eine Rechnung Abweichungen aufweist?
Frage 8 von 8
Schwer
Ein Lieferant bietet 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen. Wie wirkt sich das auf die Liquidität des Unternehmens aus?

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